Eilmeldung

Eilmeldung

Wie viele Migranten in Europa sind arbeitslos?

Sie lesen gerade:

Wie viele Migranten in Europa sind arbeitslos?

Wie viele Migranten in Europa sind arbeitslos?
© Copyright :
Nick Youngson
Schriftgrösse Aa Aa

Dreiundsechzig Prozent der Migranten, die in die Europäische Union eingewandert sind, haben eine Arbeit. Das geht aus neuen Zahlen hervor. Demnach sind 10 Prozent weniger beschäftigt als die einheimische Bevölkerung im Vergleich.

Migranten, die sich zwischen EU-Ländern bewegen, haben dagegen eher einen Arbeitsplatz als Menschen, die sich im Land ihrer Geburt aufhielten. Nach den von Eurostat veröffentlichten Daten waren 75,4 % der EU-internen Migranten im Alter zwischen 20 und 64 Jahren erwerbstätig, während 73 % der gebürtigen Menschen im erwerbsfähigen Alter einen Arbeitsplatz hatten.

Beste Länder für Nicht-EU-Migranten bei der Arbeitssuche

Nicht-EU-Migranten schnitten am besten in der Tschechischen Republik ab, wo ihre Beschäftigungsquote 79,4% betrug - höher als die 78,5% für die einheimische Bevölkerung, aber etwas niedriger als für EU-Migranten (79,7%).

Rumänien und Portugal verzeichneten Beschäftigungsquoten von 76,3 % bzw. 74,5 % für Nicht-EU-Migranten. Beide sind höher als die Raten für die einheimische Beschäftigung.

Schlechteste Länder für Nicht-EU-Migranten

Die Beschäftigungsquote für Nicht-EU-Migranten war in Belgien am niedrigsten. Nur 52 % der außerhalb der EU geborenen Einwohner sind dort erwerbstätig gegenüber 71 % der einheimischen Bevölkerung.

Griechenland folgt mit einer Beschäftigungsquote von 54% für Nicht-EU-Migranten. Allerdings verzeichnete das Land auch die niedrigste Beschäftigungsquote für EU-Migranten (56,1%) und für die einheimische Bevölkerung (58,1%).

Frankreich ist mit nur 55,6 % der beschäftigten Nicht-EU-Bevölkerung das Schlusslicht. 72,6 % der einheimischen Bevölkerung gehen dort einer regelmäßigen Beschäftigung nach.

Die Beschäftigungsquote nach Land

Nicht-EU-Migranten in der EU

Laut der letzten Volkszählung der EU lebten im Jahr 2011 51 Millionen Menschen in einem EU-Mitgliedstaat, in dem sie nicht geboren wurden. Das entspricht etwa 10% der Bevölkerung.

Mehr als ein Drittel - 18,8 Millionen Menschen - wurden in einem anderen EU-Mitgliedstaat geboren, weitere 7,4 Millionen (14,6%) in anderen europäischen Ländern außerhalb der EU.

Darüber hinaus zeigten im Mai von Eurostat veröffentlichte Daten für den Zeitraum 2008-2017 systematisch niedrigere Erwerbsquoten für Nicht-EU-Bürger (Verhältnis zwischen der Zahl der Erwerbstätigen und der entsprechenden Gesamtbevölkerung), als für die der in der EU geborenen Migranten oder der einheimischen Bevölkerung. Diese Diskrepanz nahm im Laufe der Zeit zu.