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Nicht nur Greta hat Klima-Angst: Kennen Sie diese 5 Aktivistinnen?

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Von Euronews  mit AFP, AP
Nicht nur Greta hat Klima-Angst: Kennen Sie diese 5 Aktivistinnen?
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Neben Greta Thunberg gibt es viele andere junge Leute, die ihr Leben dem Kampf gegen den Klimawandel widmen. Wir stellen ihnen einige von ihnen vor, die versuchen, die Ergebnisse der COP26 zu beeinflussen.

Vanessa Nakate (24) aus Uganda

Vielleicht erinnern Sie sich an Vanessa Nakate, die Klimaaktivistin aus Uganda, die im vergangenen Jahr auf dem Foto aus Davos fehlte, weil eine Agentur die inzwischen . Ihr Buch "A Bigger Picture: My Fight to Bring a New African Voice to the Climate Crisis" (dt. "Ein größeres Bild: Mein Kampf für eine Neue Afrikanische Stimme in der Klimakrise") erscheint gleich nach der COP26 .

Wegen der Dürre und der Überflutungen, die durch den Klimawandel in ihrem Heimatland immer schlimmer werden, hat Vanessa Nakate in Uganda die Bewegung "Rise Up Movement Africa" mit aufgebaut.

In Glasgow hat Vanessa Nakate nicht nur protestiert, sondern auch den Gipfelteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Sicht der Dinge dargelegt. Sie sagt, die Klimakrise und die Lebensmittelkrise hängen zusammen. Und Vanessa Nakate meint, die enormen Probleme durch den Klimawandel, mit denen der afrikanische Kontinent konfrontiert ist, werden von der Welt ignoriert; Probleme wie die Zerstörung des Kongo-Regenwaldes, stark steigende Temperaturen und daraus resultierende Dürreperioden, die die Landwirtschaft immer stärker in Mitleidenschaft ziehen.

Auf Twitter nennt sich Vanessa Nakate übrigens @vanessa_vash

Andy Buchanan/AP
Greta Thunberg, Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon und Vanessa Nakate in GlasgowAndy Buchanan/AP

Sohanur Rahman (24) aus Bangladesch

Sohanur Rahman kommt aus Bangladesch - wie die inzwischen weltweit bekannte Greta Thunberg - setzt sich der 24-Jährige schon seit vielen Jahren dafür ein, dass die Erderwärmung besser bekämpft erden kann. "Die Klimakrise ist für mich eine psychische Belastung, ein Trauma und ein Alptraum", sagt Sohanur Rahman, der jetzt in der Stadt Barisal lebt und sich an den Super-Zyklon von 2007 erinnert, der in dem südasiatischen Land Tausende Menschen tötete. "Es bringt mich innerlich um", sagt er leise und fügt hinzu, dass er sich Sorgen um seine Eltern macht, die in dem Dorf Nathullabad leben, das von Wirbelstürmen heimgesucht wird.

Sein Land ist besonders stark vom Klimawandel betroffen - aber kaum dafür verantwortlich.

Sohanur Rahman erklärt: "Bangladesch ist nur mit 0,4 Prozent an den weltweiten Treibhausgasemissionen beteiligt. Aber wir sind die am stärksten betroffene und verwundbare Gemeinschaft. Wir sind mit vielen Katastrophen konfrontiert."

Jennifer Uchendu (29) aus Nigeria

Jennifer Uchendu macht in Nigeria für mehr Umweltschutz mobil. Wie der Klimaaktivist aus Bangladesch meint Jennifer Uchendu: "Wir tragen die Last des Klimawandels, obwohl wir am wenigsten dazu beigetragen haben."

Jennifer Uchendu hat 2016 "Susty Vibes" gegründet. Ihr sozial engagiertes Unternehmen erstellt Nachhaltigkeitspläne für Firmen, die Abfall reduzieren und umweltbewusster werden wollen. Dabei stößt das Engagement der Ökofeministin oft auf taube Ohren.

Jennifer Uchendu sagt: "In Ländern wie Nigeria sind unsere Regierungen verständlicherweise vor allem um das Wirtschaftswachstum besorgt, doch das wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. Es geht darum, wie wir ein Gleichgewicht schaffen. Wir müssen uns auch mit anderen Fragen der nachhaltigen Entwicklung befassen - Armut, Ernährungsunsicherheit - und dann auch noch mit dem Klimawandel".

Uchendu - die in Cambridge studiert hat und inzwischen in Lagos und London lebt - sagt auch, sie versuche, ihre Ängste zu akzeptieren. "Es ist in Ordnung, sich überwältigt zu fühlen. Es ist in Ordnung, Angst zu haben und sogar ängstlich zu sein angesichts von etwas so Großem und Überwältigendem."

Auf Twitter nennt sie sich @Dzennypha - und sie schreibt, dass dieses Netzwerk in Nigeria blockiert ist.

Dominique Palmer (22) aus Großbritannien

Die britische Klimaaktivistin Dominique Palmer blickt oft pessimistisch in die Zukunft - wie viele junge Leute. Die Studentin der Politikwissenschaft aus London war zunächst bei der Jugendorganisation von Extinction Rebellion aktiv.

Doch mit Freude teilt @domipalmer auf Twitter mit, dass beim Klimaprotest in Glasgow mehr am 100.000 Menschen mitgemacht haben.

Die 22-Jährige sagt: "Junge Menschen, auch ich, wir fühlen uns von den Staats- und Regierungschefs betrogen. weil man von uns erwartet, dass wir eine Generation sind, die die Scherben aufsammelt, und das ist nicht richtig. Und es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, dass so viele junge Menschen das tun müssen und dass ihnen ihre Jugend genommen wird."

TOLGA AKMEN/AFP
Dominique Palmer Ende Oktober in LondonTOLGA AKMEN/AFP

Die "Klimaangst", die viele junge Menschen wie Dominique Palmer erleben, wird von der Association of American Psychologists als "chronische Angst vor Umweltkatastrophen" definiert.

Forscher haben davor gewarnt, dass Kinder und Jugendliche besonders gefährdet sind, wenn sie an eine Zukunft denken, die von Hitzewellen, verheerenden Stürmen und steigenden Ozeanen geprägt ist.

Ein kürzlich veröffentlichte Untersuchung von Forschern der Universität Bath, an der 10.000 junge Menschen in 10 Ländern teilnahmen, ergab, dass 77 % der Befragten die Zukunft aufgrund des Klimawandels als beängstigend ansehen.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Ängste vor Umweltveränderungen ihr tägliches Leben beeinträchtigen. 

Mitzi Jonelle Tan (24) aus den Philippinen

"Mit Liebe gewinnt man Revolutionen", das ist der Slogan von Mitzi Jonelle Tan. "Lassen Sie sich von dieser revolutionären Liebe anspornen. Lassen Sie sich von ihr zum Handeln antreiben, lassen Sie sie Teil Ihres kontinuierlichen Heilungsprozesses sein. Lassen Sie sich von der Liebe und der Gemeinschaft unterstützen, wenn Sie müde und ausgelaugt sind."

Bei der COP26 war sie bei den Demonstrationen mit dem Slogan "END CLIMATE BETRAYAL" ("Den Klimabetrug beenden") an vorderster Front dabei.

Duncan McGlynn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Philippinische Aktivistin Mitzi Jonelle Tan in GlasgowDuncan McGlynn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Ihr Aktivismus begann 2017 nach einem Treffen mit indigenen Anführern in ihrem Land. Dadurch wurde Mitzi Jonelle Tan klar, dass kollektives Handeln und ein Systemwandel notwendig sind, um eine gerechtere und grünere Gesellschaft zu schaffen.