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Coronalage am Sonntag: Inzidenz steigt auf 446,7 - 2 Omikron-Fälle in Bayern

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Von Euronews  mit DPA
Weihnachtliche Beleuchtung und Mundschutz in Lübeck (27.11.2021)
Weihnachtliche Beleuchtung und Mundschutz in Lübeck (27.11.2021)   -   Copyright  Markus Scholz/dpa via AP   -  

In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut weiter und erreicht 446,7 an, das ist wieder ein Höchststand (Vortag 444,3, vor einer Woche bei 372,7).

Das RKI verzeichnete binnen 24 Stunden bundesweit rund 44.400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der registrierten Todesopfer stieg um 104 auf insgesamt 100.883.

In Bayern wurden am Freitag die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt. Es handele sich dabei um zwei Personen, die noch vor der Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet über den Flughafen München am 24. November einreisten, teilte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit.

Beide seien am Mittwoch nach einem längeren Aufenthalt in Südafrika nach Bayern zurückgekehrt. Sie befänden sich seit dem 25. November nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation.

Omikron-Fälle bislang "nicht schwerwiegend"

Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte mehreren Medien gegenüber, die bislang festgestellten Omikron-Fälle seien nicht schwerwiegend.

Die meist jüngeren Patienten klagten in der Regel lediglich über Gliederschmerzen und erhebliche Müdigkeit. Man müsse sich aber Sorgen machen, dass die neue Variante ältere Menschen viel härter treffen könne, die an Diabetes oder Herzkrankheiten litten. Grundsätzlich befänden sich die Untersuchungen zu der Variante noch in einem sehr frühen Stadium, betonte sie.

Coetzee hatte den Angaben zufolge die südafrikanischen Behörden als erste auf Patienten mit der neuen Virus-Variante aufmerksam gemacht.

Aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen müssen immer mehr Kliniken planbare Operationen verschieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller Krankenhäuser in Deutschland mittlerweile nicht mehr aufrechterhalten werden.

Steinmeier fordert zu Kontaktbeschränkungen auf

Wegen der Corona-Lage hat Bundespräsident Steinmeier dazu aufgerufen, freiwillig die Kontakte zu reduzieren, um einen Lockdown zu verhindern.

Zuvor hatten Leopoldina-Wissenschaftler sofortige Kontaktbeschränkungen gefordert.

Wichtig sei, dass jetzt alle gemeinsam handeln, schreibt er in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag". "Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren", so Steinmeier.

Er appellierte außerdem an die Menschen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Noch immer hätten zu wenige das Mittel in Anspruch genommen, sich vor einem schweren oder gar tödlichen Verlauf zu schützen.