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"Er schreibt Geschichte um" - 8 Tweets zu Russlands Präsident #Putin

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Von Euronews  mit AFP, Twitter
Russlands Präsident Wladimir Putin am 21. Februar 2022
Russlands Präsident Wladimir Putin am 21. Februar 2022   -   Copyright  ALEXEY NIKOLSKY/AFP   -  

Nachdem der russische Präsident Wladimir Putin am Montagabend die beiden Separatistengebiete Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine als unabhängige "Volksrepubliken" anerkannt hat, war #Putin auf Twitter in aller Munde. Die beiden ukrainischen Regionen im Donbass sind seit 2014 - gleichzeitig mit der Annexion Russlands der Krim - von prorussischen Separatisten besetzt. 

Putin erklärte als Begründung für die Anerkennung: "Die aktuelle Ukraine ist voll und ganz von Russland geschaffen worden – genauer gesagt, vom bolschewistischen, kommunistischen Russland." Die ukrainische Regierung in Kiew bezeichnete er als "Regime".

Auch die russische Botschaft in London berichtete über die einzelnen - umstrittenen - Entscheidungen des Staatschefs in Moskau. Am Abend unterzeichnete Präsident Putin die Dekrete zur Anerkennung der "Volksrepublik Donezk" und der "Volksrepublik Luhansk" sowie Abkommen zur "Freundschaft und Kooperation zwischen Russland" und diesen beiden Gebieten.

Nach internationalem Recht gehören die Donbass-Regionen Donezk und Luhansk zur Ukraine.

Russlands Botschaft in London schreibt, dass der Präsident Emmanuel Macron und Olaf Scholz über die Anerkennung der separatistischen Gebiete informiert habe - und zeigt Wladimir Putin am Telefon.

"Was diejenigen betrifft, die in Kiew die Macht ergriffen haben und sie behalten, so verlangen wir von ihnen die sofortige Einstellung der Militäroperationen, andernfalls wird die gesamte Verantwortung für das weitere Blutvergießen vollständig auf dem Gewissen des Regimes auf ukrainischem Gebiet liegen", sagte Wladimir Putin nach einer langen Ansprache an die Nation. Zuvor hatte der Präsident die russischen Sportlerinnen und Sportler empfangen, die von den Olympischen Winterspielen in Peking zurückgekehrt waren - in sehr patriotischer Manier.

Der grüne Europa-Abgeordnete Sergey Lagodinsky postet auf Twitter:

"Putin schreibt die Geschichte um - 'live im TV'. #Putin".

NBC-Korrespondent Howard Fineman erklärt: "Putin hat gerade gesagt, dass die #Ukraine kein eigenständiges Land ist und immer ein Teil von Groß-Russland war und ist. Das ist weder jetzt noch in der Geschichte wahr, aber es ist seine fiktive juristische Rechtfertigung, um sich und der Welt zu sagen, dass die kommende Invasion keine Invasion ist."

Putins Rede ist "intensiv, paranoid und voller Wut", analysiert Politikexperte Vladislas Davidzon.

"Er schreibt KRIEG", meint Twitter-User Marco Skino @MPSkino.

Nach der Putin-Rede könne Italien die einstigen Gebiete des Römischen Reiches zurückfordern, schreibt Twitter-User dominedi72 - zu einer Karte.

Viele politische Beobachterinnen und Beobachter fragen, von wem sich Wladimir Putin noch beraten lässt - und viele meinen, er sei abgekapselt in seiner eigenen Welt. Einige vermuten, Russlands Präsident habe sich während der Pandemie in die Lektüre von Geschichtsbüchern vertieft.

ARD-Korrespondentin Ina Ruck meint, Putin gehe es um viel mehr als um die Separatistengebiete im Donbass.