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Putin will Krieg "ohne Kompromisse" fortsetzen - Einigung auf humanitäre Korridore

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Von euronews
Putin-Poster in Simferopol auf der Krim: "Die wahre Stärke liegt in Gerechtigkeit und Wahrheit, die auf unserer Seite ist."
Putin-Poster in Simferopol auf der Krim: "Die wahre Stärke liegt in Gerechtigkeit und Wahrheit, die auf unserer Seite ist."   -   Copyright  STRINGER/AFP or licensors   -  

Der russische Präsident Wladimir Putin will den Krieg in der Ukraine "ohne Kompromisse" fortsetzen. Dies habe er seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron in einem Telefongespräch mitgeteilt, so der Kreml. Nach Einschätzung Macrons steht das Schlimmste noch bevor, so der Elysée-Palast. Putin habe deutlich gemacht, dass er die gesamte Ukraine unter seine Kontrolle bringen wolle. 

Die sogenannte Spezial-Operation laufe nach Plan, so der Kremlchef bei einer Videositzung mit dem Sicherheitsrat in Moskau: "Jetzt gerade kämpfen unsere Soldaten und Offiziere für Russland auf dem Gebiet der Ukraine dafür, dass die Bürger des Donbass in Frieden leben können. Für eine Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine, so dass jedes Anti-Russland, das seit Jahren an unseren Grenzen vom Westen geschaffen wurde, uns nicht bedrohen kann. Auch nicht mit Atomwaffen, wie es vor Kurzem geschehen ist."

Selenskyj will direktes Gespräch mit Putin

Während die Kämpfe anhalten, haben sich beide Seiten in einer zweiten Verhandlungsrunde auf die Schaffung humanitärer Korridore in besonders umkämpften Gebieten geeinigt. 

Der ukrainische Präsident Wolodmyr Selenskyj forderte direkte Gespräche mit Putin und drohte Russland mit Konsequenzen für den Krieg: "Wir werden jedes Haus wieder aufbauen, jede Straße, jede Stadt und wir sagen Russland: Lernt die Wörter Reparationen und Hilfe. Ihr werdet für alles bezahlen, was ihr unserem Staat angetan habt, was ihr jedem Ukrainer angetan habt. Wir werden niemanden, der gestorben ist, vergessen."

Von der Leyen droht mit "zusätzlichen Schritten"

Selenskyj hatte am Dienstag eine unverzügliche Aufnahme der Ukraine in die EU gefordert. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich bei einem Besuch in Rumänen erneut generell aufgeschlossen, gegenüber einer Aufnahme und drohte Russland mit weiteren Strafmaßnahmen. Die bereits bestehenden Sanktionen zeigten bereits Auswirkungen auf die russische Wirtschaft und damit auch auf Putins Kriegsanstrengungen. "Wir werden zusätzliche Schritte ergreifen, wenn sich die Situation vor Ort verschlimmert", so von der Leyen.