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Durchatmen auf der Flucht: Ungarisches Gästehaus in Cegléd hilft Geflüchteten

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Von  Ádám Magyar
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Durchatmen auf der Flucht: Ungarisches Gästehaus in Cegléd hilft Geflüchteten
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Mehr als 200 Flüchtlinge haben seit Beginn des Krieges in der Ukraine in einem Gästehaus in der ungarischen Kleinstadt Cegléd Unterkunft gefunden.

"Die Besitzerin kommt aus Russland. Es war für sie sehr wichtig, sich von den Russen zu distanzieren und ukrainischen Flüchtlingen zu helfen", sagt Dávid Bárány, ein Mitarbeiter.

Geflüchtete aus der Ukraine erhalten hier kostenlos Unterkunft, Lebensmittel und tatkräftige Hilfe. Maryna Kravets und ihre Familie stammen aus Dnipro. Ihr Mann musste in der Ukraine bleiben. Sie macht sich große Sorgen.

Ein großes Chaos

"Für mich ist das ein großes Chaos. Als ob die Welt auf den Kopf gestellt wurde. Nie hätten wir gedacht, dass so etwas passieren könnte."

Auch die Einheimischen sind bereit zu helfen - ein Mann, der fließend Russisch und Ukrainisch spricht, präsentiert sich spontan als Dolmetscher im Gästehaus. "Vielleicht bin ich zu alt und werde nicht gebraucht, aber wenn doch, würde ich gerne helfen."

Durchgangsstation zum Durchatmen

Und so gerät die verschlafene Kleinstadt in den Mittelpunkt historischer Ereignisse. Euronews-Reporter Ádám Magyar berichtet: "Täglich halten Züge aus Záhony, an der Grenze zu Ukraine, im Bahnhof von Cegléd und setzen ihre Reise nach Budapest fort."

Für die Flüchtlinge, die noch nicht wissen, wo sie die nächsten Monate verbringen werden, ist dies ein guter Ort, um für ein bis zwei Tage anzuhalten, durchzuatmen und dann nach einer Lösung zu suchen.