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Russland ohne McDonald's - Fast-Food-Riese verkauft seine Restaurants

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Von Euronews  mit dpa
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Russland bald ohne McDonald's
Russland bald ohne McDonald's   -   Copyright  Alexander Zemlianichenko/Copyright 2022

Der US-Fast-Food-Riese McDonald's gibt infolge des Krieges in der Ukraine sein Geschäft in Russland komplett auf.

Nach über 30 Jahren in dem Land will McDonald's die Filialen an einen russischen Käufer verkaufen. Das teilte der Konzern in Chicago mit.

Das Unternehmen sei zu dem Schluss gekommen, dass jede Beteiligung an Geschäften in Russland nicht mehr haltbar und auch nicht mehr im Sinne der Unternehmenswerte sei.

Bereits am 8. März hatte die Fast-Food-Kette angekündigt, die Restaurants im Land vorübergehend zu schließen.

Die Markensymbole von McDonald's wird der neue Besitzer der Restaurants nicht weiter nutzen dürfen.

Für den Rückzug aus Russland wird McDonald's nach eigenen Angaben Sonderkosten in Höhe von 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar verbuchen, unter anderem für Abschreibungen und Fremdwährungsverluste.

Wegen des Ukraine-Krieges hatte die Schnellrestaurantkette McDonald's seine 850 Filialen in Russland bereits vorübergehend schließen. Die rund 62.000 Angestellten des Unternehmens seien jedoch "für die Dauer dieser Situation" weiter bezahlt worden, schrieb das Unternehmen in einer Erklärung.

McDonald's war zuletzt wegen seiner anhaltenden Geschäftsaktivitäten in Russland immer stärker in die Kritik geraten - im Internet gab es Boykottaufrufe.

Mehr als 30.000 Menschen drängten sich 1990 vor dem Schnellrestaurant, das den Wind des Wandels versprühte.