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Selenskyj macht G7 Hoffnung auf Kriegsende noch 2022

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Von su  mit dpa, AFP
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft aufein Ende des Kriegs mit Russland noch in diesem Jahr. Beim G7-Gipfel verwies er Teilnehmerkreisen zufolge auf die Härte des Winters, die Gefechte erschwere. Er forderte die Staats- und Regierungschefs der G7 auf, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten, etwa durch eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland oder die diskutierte Deckelung des Preises für exportiertes russisches Erdöl.

Selenskyj war zu einer Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs der G7-Länder auf Schloss Elmau in Bayern zugeschaltet worden. Der Präsident bedankte sich dabei auch für die Entscheidung, der Ukraine den Kandidatenstatus für den EU-Beitritt zu erteilen, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß.

Konkret forderte Selenskyj reale Sicherheitsgarantien für sein Land, die Lieferung von modernen Raketenabwehrsystemen und anderen Waffen und Hilfe beim Wiederaufbau der Ukraine.

BORIS JOHNSON

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland mit dem Kampf gegen den Nazi-Diktator Adolf Hitler verglichen.

Die Demokratien hätten in der Mitte des 20. Jahrhunderts lange gebraucht, um eine Antwort zu Tyrannei und Aggression zu finden, und es sei sehr teuer gewesen. «Aber die Niederlage der Diktatoren, vor allem von Nazi-Deutschland, brachte viele Jahrzehnte der Stabilität, eine Weltordnung, die sich auf ein regelbasiertes internationales System stützte», betonte Johnson.

Zum Thema „Einheit der G7“ sagte Johnson:

„Ich meine, dafür gibt es einen Grund. Es gibt keinen Deal, den Präsident Selenskyj wirklich machen kann, also müssen unter diesen Umständen die G7-Unterstützer der Ukraine auf der ganzen Welt den Ukrainern weiter helfen, ihre Wirtschaft wieder aufzubauen, ihr Getreide rauszukriegen, ihr Getreide zu exportieren, und natürlich müssen wir ihnen helfen, sich selbst zu schützen, und das werden wir auch weiter tun."

VERHANDLUNGEN "AUS POSITION DER STÄRKE"

„Präsident Selenskyj hat allen eine sehr klare Antwort gegeben, nämlich dass heute nicht die Zeit für Verhandlungen ist. Die Ukraine wird verhandeln, wenn sie dazu in der Lage ist, das heißt, wenn sie eine Position der Stärke wiedererlangt hat", hieß es im Elysée-Palast, Amtssitz des französischen Präsidenten.

Der Gipfel der sieben wichtigen demokratischen Industriestaaten geht von Sonntagmittag bis Dienstag. Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Mit dabei sind auch **EU-**Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel. Auch die Präsidenten von Indien, Indonesien, Argentinien, Südafrika und dem Senegal sind zum Gipfel eingeladen.

Laut Bundesregierung sind neben den Partnerländern in diesem Jahr dabei: die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welthandelsorganisation (WTO), der Internationale Währungsfonds (IMF), die Weltbank, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Internationale Energieagentur (IEA). Auch der G7-Beirat zu Gleichstellungsfragen, kurz GEAC, sei vertreten.

su mit dpa, AFP