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"Ich bin ein ehrlicher Mann": Freisprüche für Blatter und Platini

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Von Euronews  mit dpa
Blatter und Platini
Blatter und Platini   -   Copyright  Patrick B. Kraemer/AP

Die früheren Fußballfunktionäre Joseph Blatter und Michel Platini sind im Prozess um eine dubiose Millionenzahlung vom Schweizer Bundesstrafgericht freigesprochen worden. Das Schweizer Bundesstrafgericht hatte den früheren UEFA-Präsident Michel Platini und ehemaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter vom Vorwurf des Betrugs und anderer Delikte in Bellinzona freigesprochen. 

Platini erklärte, dass er nun zum Gegenschlag ausholen wolle. "In diesem schrecklichen Fall gibt es Schuldige, die in diesem Prozess nicht aufgetreten sind. Ich garantiere ihnen: Wir werden uns wiedersehen", ließ er über seinen Anwalt mitteilen. Er werde nicht lockerlassen und auf der Suche nach der Wahrheit bis zum Ende gehen.

"Die Untersuchungskommission hat entschieden, dass ich von sämtlichen Fußballaktivitäten ausgeschlossen werden soll. Ich, der ich mein Leben dem Fußball gewidmet habe. Das hat die FIFA mit mir gemacht. Dann sagten sie, ich sei korrupt, ein Geldwäscher. Jetzt werden wir sehen, wie es weitergeht. Ich werde das jedoch nicht auf sich beruhen lassen."

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Der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini reagiert erleichtert nach dem UrteilsspruchTi-Press/Alessandro Crinari/Keystone via AP

Kurz vor dem Urteilsspruch hatte der 86-jährige Blatter noch gesagt, dass er einen Freispruch erwarte. Er sei nicht unschuldig in seinem Leben, aber in diesem Fall sei er es schon. 

Vor dem Gericht posierte der ehemalige FIFA-Generalsekretär mit erhobenen Daumen und breitem Grinsen für die Kameras. "Ich bin ein ehrlicher Mann, ich bin sauber", sagte er. Er glaube an Gott und die Schweizer Justiz, und werde nun in aller Ruhe nach Hause fahren."

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Der ehemalige Fifa-Präsident Joseph Blatter (Mitte), umgeben von Medienvertretern vor dem Schweizer BundesstrafgerichtTi-Press/Alessandro Crinari/Keystone via AP

Hintergrund des Verfahrens ist eine Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 2,02 Millionen Euro) aus der Kasse des Weltverbandes FIFA an Michel Platini. Der Schweizer Bundesanwaltschaft zufolge gab es keine rechtliche Grundlage für diese Zahlung.

Sie erhob Anklage gegen Blatter und Platini und forderte für beide eine Freiheitsstrafe von jeweils einem Jahr und acht Monaten. Nach Darstellung der beiden Angeklagten handelte es sich bei der Millionenüberweisung im Jahr 2011 um eine Nachzahlung für Beratertätigkeiten von Platini.