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Ukraine beginnt Gegenoffensive: Waffenlager im Süden bombardiert

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Von Euronews mit AP, AFP, dpa
Ukrainische Soldaten nahe Charkiw im Nordosten
Ukrainische Soldaten nahe Charkiw im Nordosten   -   Copyright  Evgeniy Maloletka/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved   -  

Einer der Ausgangspunkte der ukrainischen Gegenoffensive im Süden des Landes: In der russisch besetzten Stadt Nowa Kachowka hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben ein Munitionslager angegriffen und dabei Dutzende Soldaten getötet. Die russische Seite erklärte, es habe sich um kein militärisches Ziel gehandelt. Sieben Zivilisten seien ums Leben gekommen, Dutzende weitere seien verletzt worden.

Die südukrainische Großstadt Mykolajiw ist nach Angaben aus Kiew Ziel von 19 Luftangriffen geworden. Der Bürgermeister Oleksandr Sienkevych erklärte, zwei medizinische Einrichtungen und Wohnhäuser seien zerstört worden. Es habe mindestens 19 Verletzte gegeben. Unter Beschuss waren auch andere Städte wie Bachmut und Soledar.

In der Kleinstadt Tschassiw Jar in der Region Donezk ist die Zahl der Todsopfer nach dem Raketenangriff vom Samstag ukrainischen Angaben zufolge auf mindestens 45 gestiegen. Neun Menschen konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden.

In Brüssel haben die EU-Finanzminister weitere Finanzhilfen für die Ukraine bewilligt, um die Kriegsfolgen für duie Wirtschaft des Landes zu mildern.

EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis erläuterte: "Die Minister haben heute die Bereitstellung einer Makrofinanzhilfe von 1 Milliarde Euro für die Ukraine gebilligt. Dies ist ein erster Teil des außerordentlichen Finanzhilfepakets der EU in Höhe von bis zu neun Milliarden Euro, mit dem die makroökonomische Stabilität der Ukraine unterstützt und die durch den brutalen Krieg Russlands verursachten Herausforderungen bewältigt werden sollen."

Kiew: Erste Hilfe nach Nato-Maßstab

In Kiew werden Zivilisten und Soldaten gemeinsam gemäß eines Nato-Programms in spezieller Erster Hilfe für Frontopfer geschult. Damit sollen medizinische Maßnahmen innerhalb von Sekunden nach einer Verwundung drillmäßig geübt werden. Täglich absovieren hundert Teilnehmer den Intensivkurs. Nach Nato-Angaben sind 99 Prozent der an der Front eingesetzten Kämpfenden des ukrainischen Militärs nicht in solchen Sofortmaßnahmen ausgebildet.

Die Ukraine braucht allerdings mehr als nur militärische oder medizinische Ausbildung. Deshalb hilft nicht nur die EU. Die Vereinigten Staaten und die Weltbank haben zusätzliche 1,7 Milliarden Dollar an Hilfe bewilligt, um die Gehälter des überlasteten Gesundheitspersonals in der Ukraine zu bezahlen.