"Der Krieg muss enden" - Russland verliert Unterstützer

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Von Isidro Murga
US-Präsident Joe Biden mit dem indischen Premierminister Narendra Modi auf dem G20-Gipfel
US-Präsident Joe Biden mit dem indischen Premierminister Narendra Modi auf dem G20-Gipfel   -   Copyright  Alex Brandon/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.   -  

G20-Gastgeber Indonesien sollte den russischen Präsidenten Wladimir Putin ausladen, einige westliche Länder hatten Druck gemacht. Der blieb von sich aus zuhaus und schickte seinen Außenminister Sergej Lawrow. 

Russland verliert immer mehr Unterstützer angesichts der vielen, die Weltwirtschafte treffenden Übel, die sein Angriffskrieg ausgelöst hat. Bundeskanzler Olaf Scholz wirft Putin vor, verantwortlich zu sein für die massiven globalen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Krieges zu sein, mit denen Menschen auf der ganzen Welt täglich konfrontiert seien.

Der Gipfel begann mit Appellen für ein Ende des Ukrainekrieges. Der indonesische Präsident Joko Widodo brachte die allgemeine Stimmung auf den Punkt:

Verantwortung zu übernehmen bedeutet, dass wir den Krieg beenden müssen. Wenn der Krieg nicht beendet wird, wird es schwierig für die Welt, voranzukommen.
Joko Widodo
Indonesischer Präsident

Nach zähen Verhandlungen haben sich die Teilnehmer auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt, die am Mittwoch verabschiedet werden soll. Selbst traditionell enge Verbündete wie China distanzieren sich allmählich, in seiner Rede kritisierte der chinesische Präsident Xi Jinping indirekt Putin dafür, Getreide und Energie als Waffen zu missbrauchen. 

Der indische Premierminister Narendra Modi, der Putin schon vor Wochen persönlich gesagt hatte, es sei "keine Zeit für Krieg", hat auch auf Bali seine Forderung nach einem "Weg der Waffenruhe und der Diplomatie" bekräftigt. 

„Die meisten Mitglieder verurteilen den Krieg in der Ukraine aufs Schärfste“, heißt es in dem Entwurf. In dem Dokument ist außerdem vom „Krieg in der Ukraine“ die Rede.

 Diese Mahnung findet sich in der Abschlusserklärung wieder - die noch nicht verabschiedet ist.