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Heftiger Schneefälle in Kabul

Schnee in Kabul macht das Leid vieler Menschen noch größer

In Kabul hat es in diesen Januartagen geschneit. Nur wenige Kinder und Erwachsene finden Freude am Schnee. Besonders für die Familien, die sich in der Wirtschaftskrise keine Wohnung leisten können, macht das Winterwetter die Situation noch schlimmer. Besonders dramatisch ist die Lage der Menschen, die aus anderen Regionen in die Hauptstadt geflohen sind oder sich aus anderen Gründen keine Wohnung leisten können.

Seit die Taliban Mitte August 2020 die Macht übernommen haben, ist Afghanistan von ausländischen Hilfsgeldern abgeschnitten. 

Eine Mutter erklärt: "Meine Kinder sind behindert, wir sind sehr traurig. Wir haben nichts, wir sind aus unserer Heimatprovinz geflohen. Was können wir tun? Wir haben keine Unterkunft, wir haben nichts. Ich habe drei Kinder, zwei von ihnen sind behindert und eines ist gesund. Wir haben kein Geld und keine anderen Dinge und leiden sehr unter dem ständigen Hunger. Was sollen wir tun?"

Doch auch Menschen, die ein Dach über dem Kopf haben, leiden in der afghanischen Hauptstadt. Ein Mann berichtet: "Wir sind vor 12 bis 13 Jahren nach Kabul gekommen und leben hier zur Miete. Wie Sie sehen, schneit es. Wir haben keine Arbeit und sind wirklich in Not. Ich bin rausgekommen und habe hier am Straßenrand im Schnee gestanden, um ein Stück Brot zu finden. Wenn wir etwas hätten, warum hätten wir dann unsere warmen Häuser verlassen und wären hinausgegangen? Ich war unterwegs, um ein Stück Brot für meine Familie zu finden. Wir sind zu acht."

Nicht nur die Afghaninnen und Afghanen, die den Winter im Zelt verbringen müssen und sich an Feuerstellen aufzuwärmen versuchen, leiden Hunger.