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 Tokyo Metropolitan Government
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Die Olympischen Sommerspiele 2020: ein Zeichen für mehr Toleranz

Das Nationalstadion mit Wolkenkratzern
Das Nationalstadion mit Wolkenkratzern   -   Copyright  Organisation der Präfektur Tokio

„Nach 18 Monaten der Unsicherheit kann jede/-r einzelne OlympiateilnehmerIn extrem stolz sein, es hierher geschafft zu haben“, sagte der britische Turmspringer Tom Daley, nachdem er im Synchron-Turmspringen vom 10-m-Brett Gold geholt hatte.

Stolz wird wohl jeder empfinden, der an den Sommerspielen beteiligt war – nämlich darauf, Olympische und Paralympische Spiele inmitten einer Pandemie sicher und erfolgreich veranstaltet zu haben.

Außerdem hat sich Tokio innerhalb kürzester Zeit darauf vorbereitet, Millionen von Besuchern zu empfangen. COVID-19 war aber dennoch allgegenwärtig, und so gehörten wir zu den wenigen Glücklichen, die nicht nur die Sportveranstaltung, sondern auch Omotenashi, die berühmte Gastfreundschaft der Japaner, genießen konnten.

Aufgefallen ist uns aber bei den Sommerspielen auch ein starker Fokus auf Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Inklusivität. Ein Fokus, der lange in Erinnerung bleiben wird und von dem Besucher und Einheimische gleichermaßen langfristig profitieren werden.

(bereitgestellt von Organisation der Präfektur Tokio)
Die Ariake Arena(bereitgestellt von Organisation der Präfektur Tokio)

100 % barrierefrei

2008 wurde in Japan ein neues Gesetz zur Barrierefreiheit verabschiedet, mit dem sichergestellt werden sollte, dass alle Menschen – inklusive Älteren, Menschen mit Behinderung, schwangeren Frauen und Familien mit Kindern – sich im öffentlichen Raum selbständig bewegen und ein sicheres, erfülltes Sozialleben führen können. Das Projekt umfasste die Bereitstellung von Rampen, Aufzügen, Bodenleitsystemen, Bereichen für Rollstuhlfahrer und Informationen in Brailleschrift. Vor allem in der hochmodernen Tokioter U-Bahn sind diese Maßnahmen unübersehbar.

Als Tokio 2013 als Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 ausgewählt wurde, kam neuer Schwung in die Initiative für umfassende Barrierefreiheit. Hotels verpflichteten sich dazu, die Anzahl barrierefreier Zimmer zu erhöhen, und das Olympische Dorf wurde speziell für 100 % Barrierefreiheit konzipiert.

Auch in Bezug auf Nachhaltigkeit nimmt das Athletendorf eine Vorreiterposition ein. Es wurde auf neu gewonnenem Land und mit recycelbaren Betten – Matratzen aus Polyethylen und die berühmten Bettrahmen aus Pappe – erbaut. Die 40.000 gespendeten Holzstücke wurden nach Ende der Veranstaltung an 63 Gemeinden in ganz Japan zurückgegeben, um dort in lokalen Einrichtungen wiederverwendet zu werden.

Heute ist das ehemalige Olympische Dorf eine barrierefreie, wasserstoffbetriebene Wohnanlage mit Fokus auf soziale Diversität.

Insgesamt wurden an den 43 Austragungsorten der Spiele nur acht neue dauerhafte Strukturen erbaut. Bei jeder davon wurde auffällige Architektur mit Nachhaltigkeit kombiniert. Selbst die heiß begehrten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen wurden aus von Bürgern gespendeten recycelten Mobiltelefonen und anderen elektronischen Altgeräten hergestellt.

Hauptveranstaltungsort war natürlich das Olympiastadion (heute Nationalstadion) mit 68.000 Sitzplätzen. Das von Kengo Kuma designte und teilweise aus japanischem Holz hergestellte Stadion, das während der aktuellen Umbauarbeiten besichtigt werden kann, bot trotz der Abwesenheit von Fans eine angemessen festliche Atmosphäre für die Spiele. „Es fühlte sich trotzdem wie Olympia an – mit Atmosphäre, Emotionen und Adrenalin“, sagt Valerie Adams aus Neuseeland. Die zweifache Olympiasiegerin im Kugelstoßen holte in Tokio Bronze.

Der US-amerikanische Surfer Kolohe Andino stimmt ihr zu: „Es war einfach großartig. Die Japaner sind unglaublich gastfreundlich. Das ist mein vierter Besuch hier. Nach Japan komme ich immer gerne.“

Inzwischen wurden in Tokio weitere nachhaltige Veranstaltungsorte eröffnet, darunter das solarbetriebene Tokyo Aquatics Centre und die Ariake Arena, die ebenfalls mit erneuerbaren Energien betrieben wird und außerdem mit barrierefreien Einrichtungen für Familien mit Kleinkindern, Menschen mit Blindenhunden und Rollstuhlfahrer ausgestattet ist. Die Arena wurde während der Olympischen und Paralympischen Spiele für Volleyball und Rollstuhlbasketball genutzt. In Zukunft werden dort weitere große Sportveranstaltungen sowie andere innovative Live-Events stattfinden.

„Die neu erbauten Veranstaltungsorte sind dafür konzipiert, die Bedürfnisse der Besucher zu erfüllen und ihr Leben mehr denn je und auf jede erdenkliche Weise zu bereichern“, so Masa Takaya, Sprecherin des Organisationskomitees der Sommerspiele 2020. „Wir hoffen, die Spiele von 2020 haben den Zuschauern die Werte des Sports nähergebracht, sodass Sport und Athleten auch weiterhin eine wichtige Rolle beim Aufbau einer besseren Gesellschaft spielen.“

(bereitgestellt von Organisation der Präfektur Tokio)
Das Nationalstadion während der Abschlusszeremonie(bereitgestellt von Organisation der Präfektur Tokio)

Mehr Diversität bei Olympia

Die Sommerspiele 2020 in Tokio waren ein großer Schritt in diese Richtung. Dank der Offenheit und Ehrlichkeit von US-Starkunstturnerin Simone Biles, die den Wettkampf wegen psychischer Probleme abbrach, rückte das Thema seelische Gesundheit stark in den Vordergrund. „Ich finde es toll, dass sie den Mut hat, das zu tun, was sie für richtig hält. Aber sie hilft auch anderen, indem sie dieses wichtige Thema anspricht“, so Sprinterin Allyson Felix, die in Tokio ihre elfte Medaille gewann und damit zur erfolgreichsten US-Leichtathletin der Sommerspiele wurde.

Die Spiele waren aber auch Symbol für Toleranz und Inklusivität – und zwar nicht nur für Menschen mit Behinderung. Laut Outsports.com bekannten sich mindestens 186 AthletInnen in Tokio offen zur LBGTQ-Community. Das sind mehr als dreimal so viele wie 2016 in Rio.

„Es ist wirklich toll, dass die AthletInnen, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen, endlich voll und ganz sie selbst sein können“, sagt Fumino Sugiyama, Transgender-Aktivist, ehemaliger Fechter und Vorstandsmitglied des Japanischen Olympischen Komitees.

So wurde bei den Sommerspielen in Tokio auch ohne Fans und auf ganz individuelle Art ein Zeichen für mehr Diversität gesetzt.

Von Luke Norman