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Peugeot steckt in Schwierigkeiten

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Peugeot steckt in Schwierigkeiten

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Laut den Gewerkschaften könnte Peugeot Citroën im laufenden Jahr in Frankreich rund 10.000 Stellen abbauen, 6.000 mehr als ursprünglich geplant. Der französische Autobauer kommentierte die Nachricht vorerst nicht. Die Peugeot-Aktie gewann am Dienstag in Paris 3,7 Prozent und war der größte Gewinner im Cac40.

Analysten erwarten allerdings, dass die Halbjahresergebnisse von Peugeot katastrophal ausfallen. Der Konzern erwirtschaftet mehr als 75 Prozent seiner Umsätze in Europa. Zwischen Januar und Mai fielen die europäischen Verkäufe um 15 Prozent – und die Nachfrage geht weiter zurück, vor allem in Frankreich, Spanien und Italien. Der zweitgrößte europäische Autohersteller warnte vergangene Woche, dass die Verkäufe und Kostensenkungsmaßnahmen, die Teil der Strategie für 2012 sind, nicht ausreichen würden, um den Rückgang bei den Verkäufen auszugleichen.

An der Börse geriet Peugeot zuletzt immer mehr unter Druck, vor allem wegen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit vieler Fabriken. Die Kapazität einiger Werke ist nur zu 50 Prozent ausgeschöpft – profitabel wären sie bei einer 75-prozentigen Auslastung. Seit Januar büßte die Peugeot-Aktie mehr als 35 Prouzent ein; im Mai fiel sie auf ein 23-Jahres-Tief. Am 12. Juli will Peugeot seine weiteren Pläne offenlegen.