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Frankreichs Intervention in Mali

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Frankreichs Intervention in Mali

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Der überraschende Beschluss Frankreichs, gegen die islamistischen Rebellen in Mali vorzugehen, kam nach dem plötzlichen Vormarsch der Rebellen in Richtung der Hauptstadt Bamako. Könnte die französische Intervention zum Alptraum werden?

Frankreich und andere westliche Länder haben monatelang vergeblich auf einen afrikanischen Truppeneinsatz gewartet. Die Rebellen sollten aus dem Norden des Landes vertrieben werden, in dem sie vor fast einem Jar die Macht ergriffen hatten – nach einem Putsch, der die malische Regierung geschwächt hatte.

Nun stützt Frankreich seine ehemalige Kolonie – und riskiert damit, das Bild von FranceAfrique wiederzubeleben. Korrupte Herrscher werden im Tausch gegen Handel unterstützt.

Aber der drohende Zusammenbruch der malischen Regierung galt als große Gefahr: Mali soll sich nicht zu einem gesetzlosen Lad entwickeln, einem afrikanischen Afghanistan, mit Millionen auf der Flucht.

Mehrere Länder stehen Frankreich zur Seite, aber nicht mit Soldaten im Felde. Unterdessen sagte ein Rebellenführer, Paris habe die Tore der Hölle geöffnet. Es droht eine völlig verfahrene Situation.

Mit dieser Ausgabe von The Network sind vernetzt:

- Arnaud Danjean im Europaparlament in Brüssel; er ist Vorsitzender des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung. Er war französischer Militärberater,

- Philippe Bolopion in Bamako; er ist UN-Direktor von Human Rights Watch und hat sowohl die Regierung als auch die Rebellen in Mali kritisiert, und

- Nicholas Westcott, Afrika-Direktor beim Auswärtigen Dienst der EU, der Hilfe für Mali zugesagt hat. Er ist aus dem Euronews-Büro in Brüssel zugeschaltet.

The Network wird moderiert von Chris Burns.