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Forelle 2.0: Fischzucht der Zukunft

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Forelle 2.0: Fischzucht der Zukunft

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Die Fischzucht-Anlage bei Brest in Frankreich gehört zu einem EU-weiten Aquakultur-Netzwerk, die am europäischen Projekt Aquaexcel teilnehmen.

Weltweit steigt die Nachfrage nach Fisch, doch der Fischfang in den Ozeanen stößt an seine Grenzen.

Wie kann man nachhaltig mehr Fisch produzieren?

Aquaexcel-Proketmanagner Marc Vandeputte: “Aquakultur wird immer wichtiger. Sie nimmt seit zwanzig Jahren weltweit um jährlich um acht Prozent zu und übertraf im Vorjahr selbst die Menge der Rindfleischproduktion. Wie jede andere Tierproduktion verbraucht die Aquakultur eine Vielzahl an Öl und Fischmehl. Sie steht aber auch wegen der großen Menge an Abfallstoffen in der Kritik.”

Ernährungswissenschaftlern und Genetikern gelang es bereits, den Großteil des Fischmehls und Öls im Fischfutter durch Pflanzennährstoffe zu ersetzen. Einige Forellen hier sind strikte Vegetarier.

Verschiedene Ernährungsweisen helfen zu verstehen, wie der Fisch Nährstoffe verbraucht. Dadurch können Beschaffenheit und Fettgehalt des Fleisches kontrolliert werden.

Edwige Quillet ist Wissenschaftler der Fisch-Genetik. Er gibt zu Bedenken, “wir haben so genannte isogene Linien geschaffen. Innerhalb dieser Kategorie gibt es nur Zwillinge, die Tiere sind genetisch identisch. Dank dieser Besonderheit sind unsere Nachforschungen effizienter.Wir wollen guten Fisch sparsam züchten. Gleichzeitig wollen wir die Umweltverschmutzung, die durch Fischhaltung verursacht wird, so gut es geht reduzieren.”

Wie kann darüber hinaus das Leben der Zuchtfische verbessert werden?

Von Brest nach Wageningen. In der niederländischen Universität nehmen Forscher den isogenen Fisch aus Frankreich genau unter die Lupe, um mehr über seinen Stoffwechsel erfahren.

Fisch-Ernährungsiwssenschaftler Johan Schrama erklärt, “hier geht es nicht nur um die Ernährung des Fisches, sondern auch darum, wie die Umwelt geschützt werden kann. Wir wollen nicht das Wachstum maximieren, sondern verstehen, wie der Fisch verschiedene Nährstoffe verarbeitet.”

Merhmals am Tag messen die Forscher die chemischen Veränderungen im Fischwasser. Dann wird das Wasser durch Bakterien-Filter gereinigt, sodass Abfallstoffe entzogen und Sauerstoff hinzugefügt wird.

Ep Eding, Fischforscher und Aquakulur-Wissenschaftler an der Wageningen Universität, meint, “anhand der Daten können wir die Wasseraufbereitungsanlage genau einstellen. Denn wir wissen, wie viele Nährstoffe übrig bleiben und somit herausgefiltert werden müssen, um das Wasser wiederzuverwenden. Dank der Aufbereitung kann der Wasserverbrauch um das 100 bis 1000-fache reduziert werden im Vergleich zu anderen Durchlaufanlagen.”

Mithilfe des Projekts wollen Forscher den Fisch der Zukunft geschmackvoller, günstiger und umweltfreundlicher züchten.

Mehr zum Thema:

www.aquaexcel.eu