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TTIP: Wenn Chlorhuhn nach Europa drängt

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TTIP: Wenn Chlorhuhn nach Europa drängt

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Kein Tag vergeht ohne neue Meldung aus dem russisch-ukrainischen Krisengebiet. Trotz der jüngsten Annäherungsversuche zwischen den beiden Staatspräsidenten bleibt die Lage explosiv. Seit Mitte April hat die Auseinandersetzung mehrere Hundert Menschenleben gefordert. Nach der Ankündigung von Gazprom, die Gaslieferungen an die Ukraine einstellen zu wollen, sorgt sich auch die Europäische Union um ihre Energieversorgung. Finnland und die baltischen Staaten etwa sind vollkommen abhängig vom russischen Gasfluss.

Einen Monat nach den Europawahlen formieren sie sich noch immer, die Fraktionen im Europaparlament – die Parteien sind auf Brautschau. Vor allem bei den Euroskeptikern gab es in der vergangenen Woche Neuigkeiten. Natürlich haben wir darüber berichtet.

Seit Wochen wird verhandelt und besprochen – wer wird neuer Kommissionspräsident? Möglicherweise bringt der Gipfel am kommenden Freitag Klarheit. Viele Beteiligte hoffen darauf, so wohl auch der Deutsche Martin Schulz, ehemaliger Spitzenkandidat der europäischen Sozialisten.

Ein weiteres Thema in Europa ist noch immer das mögliche Freihandelsabkommen mit den USA. Kritiker mahnen zur Vorsicht – und sehen die EU bereits überschwemmt von gentechnisch verändertem Saatgut, Chlorgeflügel und Hormonrind aus den USA. Da mag es kein Zufall sein, dass US-Agrarminister Tom Vilsack in dieser Woche in Brüssel weilte. Mit uns hat er über die Befürchtungen der Europäer gesprochen. Zum Thema haben wir auch Yannick Jadot eingeladen, Europaabgeordneter der Grünen und entschiedener Gegner des Abkommens. Die Argumente der beiden finden Sie in unserem Video.