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Rosettas großer Tag rückt näher

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Rosettas großer Tag rückt näher

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Die Kometenjäger sind im Stress. Bald wird das Landegerät Philae die Raumsonde Rosetta verlassen. Im September wurde der Landeplatz auf dem Kometen “67P/Tschurjumow-Gerassimenko” ausgewählt, am 12. November soll es so weit sein. Doch bis zum großen Tag ist noch Arbeit zu verrichten.

“Wir sind in der Beobachtungsphase. Langsam, aber sicher haben wir damit begonnen, den Kometen zu umkreisen”, sagt Flugleiter Andrea Accomazzo. “Natürlich kann es jederzeit passieren, dass der Komet aktiv wird und das Raumschiff aus seiner Laufbahn schmeißt. Das ist nicht vorhersehbar”, fährt er fort.

Die Wissenschaftler haben den anvisierten Landeplatz genau unter die Lupe genommen. Eine gute Vorbereitung ist zwar das A und O, dennoch lassen sich auch auf diese Weise nicht alle Risiken ausschalten. Accomazzo hofft auf einen reibungslosen Verlauf: “Je weicher die Oberfläche, desto wahrscheinlicher ist eine sanfte Landung und die Chance, dass sich das Landegerät nicht umdreht”, erläutert er.

Seit zehn Jahren ist Rosetta unterwegs, die Sonde soll neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems bringen. Für Accomazzo ist es fast eine familiäre Angelegenheit:

“Hallo Rosetta. In ein paar Wochen beginnt die wichtigste Zeit Deines Lebens”, schickt er einen “Gruß” ins All. “Wenn sich das Kleine verabschiedet, wackle bitte nicht zu sehr. Und keine Sorge, es wird ganz sanft auf dem Kometen aufsetzen. Lass es los, die Zeit ist reif, dass es geht. Bis dann, alles Gute!”