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Kenyatta-Prozess: Anklage fallengelassen

Der Prozess gegen den kenianischen Staatspräsidenten Uhru Kenyatta vor dem Internationalen Strafgerichtshof endgültig geplatzt. Chefanklägerin Fatou

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Der Prozess gegen den kenianischen Staatspräsidenten Uhru Kenyatta vor dem Internationalen Strafgerichtshof endgültig geplatzt. Chefanklägerin Fatou Bensouda zog in Den Haag die Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit wegen unzureichender Beweislage zurück. Kenyatta war das erste Staatsoberhaupt, dem vor dem Weltstrafgericht der Prozess gemacht werden sollte.

Kenyatta sollte sich wegen Gewalttaten nach der Präsidentenwahl 2007 in Kenia verantworten. Damals wurden mehr als 1000 Menschen getötet.

Die Chefanklägerin warf der Regierung in Nairobi vor, den Prozess seit Erhebung der Anklage 2012 sabotiert zu haben. Wichtige Dokumente wie Kontoauszüge und Telefondaten des Präsidenten seien nicht ausgehändigt worden. Zeugen seien “belästigt, eingeschüchtert und bedroht worden”, erklärte die aus Gambia stammende Juristin.