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2.100 Flüchtlinge vor Italien gerettet

Die italienische Küstenwache hat mehr als 2.100 Flüchtlinge aus Libyen vor dem Ertrinken gerettet. Auf 12 Booten waren sie zwischen der Küste Libyens

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Die italienische Küstenwache hat mehr als 2.100 Flüchtlinge aus Libyen vor dem Ertrinken gerettet. Auf 12 Booten waren sie zwischen der Küste Libyens und der italienischen Insel Lampedusa unterwegs. Es war die zweite Rettungsaktion dieser Art in nur zwei Tagen: Bereits am Samstag hatten die Rettungskräfte auf Notrufe von Flüchtlingen voll bepackter Schlauchboote in Seenot geantwortet. Ein Grund für den verstärkten Flüchlingsstrom aus Libyen könnte ein Vormarsch der IS-Miliz sein. Ein Ableger der Dschihadistengruppe soll 21 Kopten aus Ägypten enthauptet haben – sie waren kurz zuvor in Libyen entführt worden, wo sie als Gastarbeiter gearbeitet hatten. Das Video von der Ermordung wurde von den Islamisten am Sonntag im Internet veröffentlicht.

Anfang vergangener Woche waren vor der Küste Italiens Schätzungen zufolge mehr als 330 Menschen ums Leben gekommen. Wieder hatte es daraufhin heftige Kritik an der EU-Mission “Triton” gegeben. Sie ersetzt seit dem vergangenen Jahr das italienische Rettungsprogramm “Mare Nostrum” – muss jedoch mit deutlich weniger Geld auskommen und ist mehr auf Grenzsicherung ausgerichtet als auf Rettungsaktionen auf See.