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Lernen mit allen Sinnen

Kindergarten in Tunesien: Die Kleinen spitzen die Ohren Normalerweise werden in der Schule nur der Hör- und der Sehsinn gefordert. Neue Methoden

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Kindergarten in Tunesien: Die Kleinen spitzen die Ohren

Meinung

Seit der Einführung dieser multisensoriellen Methode ist meine Tochter fröhlicher

Normalerweise werden in der Schule nur der Hör- und der Sehsinn gefordert. Neue Methoden ermutigen Lehrer weltweit beim Lernen alle Sinne ihrer Schüler zu stimulieren, also auch tasten, schmecken und riechen. Dr. Slim Masmoudi, Kognitionspsychologe in Tunesien, erprobt seinen multisensoriellen Ansatz MIL in einem Kindergarten. Er erklärt: “Wenn das Kind alle Sinne und Sinneskanäle nutzt, entwickelt sich seine Kreativität und vor allem seine Fähigkeit verschiedene Gefühle zu unterscheiden und sie dann selbst auszudrücken. Das Kind wird aufblühen und wird auch mehr bei der Sache sein.”

Krankenhaus in den USA: Entspannen im magischen Raum

Linda Messbauer entwirft multisensorielle Räume, u.a. für das Golisano Kinderkrankenhaus in Syracuse im US-Bundesstaat New York. Im Sinnesraum wird nichts dem Zufall überlassen. Alles soll dazu beitragen, dass die kleinen Patienten von ihrer Krankheit abgelenkt werden und sich entspannen können. Messbauer erklärt: “Wenn man das Stresslevel senkt, steigt das Vergnügen und dann sind die Kinder in der Lage, sich zu konzentrieren und zu lernen. Es kann emotionales Lernen sein, oder sprechen, wenn man nicht mehr gesprochen hat oder im Fall von Demenz, kann man sich an etwas erinnern.”

Schule in Deutschland: Hüpfend Mathe lernen

In der Elbinselschule in “Hamburg”.http://www.welt.de/regionales/hamburg/article2559862/Schule-der-Zukunft-im-Problemstadtteil.html buchstabieren die Schüler buchstabieren auf dem Trampolin oder hüpfen beim Rechnen. Spielerisches Lernen, wohin man auch schaut. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System für das Lernen mit allen Sinnen in Deutsch und Mathematik. Schuldirektor Christoph Boris Frank erklärt: “Bewegung fördert die Vernetzung im Hirn. Und immer da, wo im Gehirn Vernetzung stattfindet, befördert das natürlich nicht nur das Lernen, sondern auch die Erinnerung.”