Eilmeldung

Eilmeldung

Attentäter von Tunis identifiziert, Hintergründe aber unklar

Die beiden Männer waren gestern ebenfalls getötet worden. Ob sie alleine gehandelt haben oder einer Gruppe angehörten, ist den Behörden aber unbekannt. Zu möglichen Mittätern machten sie keine A

Sie lesen gerade:

Attentäter von Tunis identifiziert, Hintergründe aber unklar

Schriftgrösse Aa Aa

Die zwei Attentäter von Tunis sind nach Regierungsangaben identifiziert; die beiden Männer waren gestern ebenfalls getötet worden.

Ob sie alleine gehandelt haben oder einer Gruppe angehörten, ist den Behörden aber unbekannt. Zu möglichen Mittätern machten sie keine Angaben.

Die Täter hatten gestern auf dem Platz vor dem tunesischen Parlament und dem Nationalmuseum geschossen.

Ihr Ziel waren ausländische Reisende, die aus ihren Bussen ausstiegen. Sie verfolgten die Touristen dann auch in das Museum.

Bei dem Anschlag wurden nach neuen Angaben der tunesischen Regierung zweiundzwanzig Menschen getötet – fast alle von ihnen Ausländer, dazu ein Busfahrer und ein Polizist.

Bisher hat sich zu der Tat niemand bekannt.

Die Opfer stammten aus mehreren Ländern, wie Polen, Spanien und Japan.

Die polnische Regierung spricht überdies noch von zwei Vermissten.

Tunesien gilt als Musterland des arabischen Frühlings.

Im Gegensatz zu Libyen oder Ägypten ist hier nach den Umwälzungen von 2011 ein demokratischer und weitgehend friedlicher Staat entstanden.

Daher wiegt es besonders schwer, dass auch hier die Sicherheit an einem so zentralen Ort in der Hauptstadt nicht gewährleistet ist.

Natürlich sind aber auch in Tunesien gewalttätige Islamisten aktiv, allerdings vor allem im Grenzgebiet zu Algerien.

Die Regierung beklagt nun in wirtschaftlicher Hinsicht die Auswirkungen, die ein solcher Anschlag für das Land haben könnte.

Der Fremdenverkehr spielt für die tunesische Wirtschaft eine große Rolle.