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Türkei: Geiselnahme eines Staatsanwalts in Istanbul blutig beendet

Die Geiselnehmer hatten den Ankläger in ihre Gewalt gebracht und stellten Forderungen, die sich auf den politisch brisanten Tod eines Jugendlichen letztes Jahr bezogen.

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Türkei: Geiselnahme eines Staatsanwalts in Istanbul blutig beendet

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Die Geiselnahme von Istanbul ist gewaltsam beendet worden.

Die Geiselnehmer hatten einen Staatsanwalt in ihre Gewalt gebracht und stellten Forderungen, die sich auf den politisch brisanten Tod eines Jugendlichen bezogen.

Dazu zählte die Forderung, die Verantwortlichen bei der Polizei sollten sich innerhalb von drei Stunden im Fernsehen zu diesem Tod bekennen.

Außerdem wolle man sie vor einem eigenen Gericht zur Rechenschaft ziehen.

Der fünfzehnjährige Jugendliche war bei den Protesten von 2013 – oder auch nur an ihrem Rande – schwer verletzt worden, lag dann im Koma und starb neun Monate später.

Der Staatsanwalt leitete die Ermittlungen; die Geiselnehmer von einer linksextremen
Gruppe vermissten aber Fortschritte.

Im zentralen Gerichtsgebäude von Istanbul nahmen sie den Ankläger gefangen; über mehrere Stunden liefen Verhandlungen mit der Polizei.

Als Schüsse fielen, so die Polizei, habe man den Raum mit der Geisel gestürmt.

Die beiden Geiselnehmer wurden dabei getötet; der Staatsanwalt kam mit schweren Schusswunden ins Krankenhaus und starb dort.

Wie er so schwer verletzt wurde, ist unbekannt.