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Teheran preist Atomvereinbarung: "Neues Kapitel internationaler Zusammenarbeit"

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif ist nach der Atomvereinbarung von Lausanne bei seiner Rückkehr nach Teheran überschwänglich gefeiert

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Teheran preist Atomvereinbarung: "Neues Kapitel internationaler Zusammenarbeit"

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Der iranische Außenminister Dschawad Sarif ist nach der Atomvereinbarung von Lausanne bei seiner Rückkehr nach Teheran überschwänglich gefeiert worden.

Meinung

Keine Bedrohung für irgendjemand

Das nach jahrelangen Streitigkeiten zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten sowie Deutschland vereinbarte Rahmenabkommen sieht Begrenzungen und Überwachungen des iranischen Atomprogramms vor.

Im Gegenzug sollen Sanktionen des Westens gegen das Land aufgehoben werden.

Präsident Hassan Rohani lobte Sarif und die gesamte iranische Delegation für das Zustandekommen der Einigung:

“Bis gestern hat die ganze Welt gesagt, dass Urananreicherung eine Bedrohung für die Region und die Welt ist. Heute hat die ganze Welt akzeptiert, dass die Urananreicherung auf iranischem Boden keine Bedrohung für irgendjemand darstellt.”

Die in Lausanne nach Marathonverhandlungen erzielte Atomvereinbarung betrachtet Ruhani als Ausgangspunkt für ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit.

Der Iran wolle die Vereinbarung Ruhani zufolge aufrichtig umsetzen und hoffe das gleiche auch von der anderen Seite.

Die Einigung sieht vor, dass sich Teheran bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen bei
der Anreicherung von Uran unterwirft.

Damit will der Westen verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickeln lässt.

Spätestens am 30. Juni soll das endgültige Abkommen ausformuliert sein.