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Waffenruhe und humanitäre Not in der Ostukraine

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich für einen stärkeren Aufbau der Rüstungsindustrie im eigenen Land ausgesprochen. Dadurch wären

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Waffenruhe und humanitäre Not in der Ostukraine

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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich für einen stärkeren Aufbau der Rüstungsindustrie im eigenen Land ausgesprochen. Dadurch wären die Regierungstruppen besser für jegliche Gewaltausbrüche im Osten des Landes gerüstet, sollte das im Februar ausgehandelte Minsker Abkommen gebrochen werden.
Bei der Inspektion neuer Waffen und Militärfahrzeuge erklärte der Präsident: “Wir wollen deutlich machen, trotz der Waffenruhe, und der Tatsache dass die ukrainischen Streitkräfte sich meinem Befehl entsprechend strikt an das Waffenstillstandsabkommen halten, dass wir bei einer Verletzung der Waffenruhe in der Lage sind dem Aggressor Paroli zu bieten.”
Inzwischen lieferte das Internationale Rote Kreuz humanitäre Hilfe in die Ostukraine.
Zwar dankbar, fanden viele Empfänger, dass ihnen eine Rückkehr zur Normalität lieber wäre.
So sagte eine Dorfbewohnerin: “Die Preise sind so hoch, dass wir nichts kaufen können. Aber ich will keine humanitäre Hilfe. Ich will Frieden. Ich will, dass alles wieder so wird wie es war. Da arbeiteteten die Leute, bekamen ihre Gehälter. Wir lebten sehr gut ohne humanitäre Hilfe und ohne Krieg.”
Die OSZE beklagte die schwierige humanitäre Lage in der Ostukraine. Es fehle an allem, beispielsweise an Wasser und Strom. Die OSCE bemüht sich immer noch um uneingeschränkten Zugang zum Grenzgebiet.