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Trauer und Wut über Behörden nach Terroranschlag auf Universität in Garissa

Mit einer Mahnwache haben Studenten und Bewohner in der kenianischen Hauptstadt Nairobi der Opfer des Anschlags auf die Universität in Garissa

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Trauer und Wut über Behörden nach Terroranschlag auf Universität in Garissa

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Mit einer Mahnwache haben Studenten und Bewohner in der kenianischen Hauptstadt Nairobi der Opfer des Anschlags auf die Universität in Garissa gedacht. Unter die Trauer mischt sich aber auch Wut über die Behörden. Viele fühlen sich nicht ausreichend geschützt und hätten auch keine Hoffnung mehr, dass sich was ändert, so der Aktivist Boniface Mwangi: “Wir sagen, dass die Korruption sie getötet hat, denn wenn es in diesem Land keine Korruption geben würde, wäre das nicht passiert.”

Meinung

Wir sagen, dass die Korruption sie getötet hat, denn wenn es in diesem Land keine Korruption geben würde, wäre das nicht passiert.

Den Sicherheitsbehörden wird vorgeworfen, Warnungen vor einem Anschlag auf die Universität in Garissa ignoriert zu haben. Zudem saß eine Spezialeinheit der Polizei sieben Stunden in Nairobi fest, bevor sie nach Garissa geflogen wurde und erreichte die Universität so erst acht Stunden nach Bekanntwerden der Geiselnahme.

Inzwischen hat die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Ein sechster Verdächtiger wurde festgenommen. Fünf Verhaftete stammen aus Kenia, ein weiterer aus Tansania. Ihre Untersuchungshaft wurde verlängert. Sie werden verdächtigt, das Kommando der somalischen Al-Shabaab-Miliz unter anderem mit Waffen unterstützt zu haben.

Die Islamisten verschanzten sich 16 Stunden lang in der Universität und töteten 148 Menschen, vor allem christliche Studenten. Vier Attentäter sprengten sich laut Regierung selbst in die Luft. Al-Shabaab drohte mit weiteren Anschlägen.