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Gedenken an die Schlacht von Gallipoli: Nachfahren der Kriegsteilnehmer reichen sich die Hand


Türkei

Gedenken an die Schlacht von Gallipoli: Nachfahren der Kriegsteilnehmer reichen sich die Hand

Vorbereitungen eines Gedenkens. Am Freitag jährt sich zum 100. Mal der Beginn der Schlacht von Gallipoli. Am 25. April 1915 hatten Truppen des britischen Commonwealth, vor allem Australier und Neuseeländer, damit begonnen, die Halbinsel Gallipoli zu erobern. Der Angriff sollte den Weg zur Erstürmung der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel freimachen. Die Nachfahren der Kriegsteilnehmer kommen in diesen Tagen zusammen. Halil Koc erinnert sich:

“Beim Gedenken 1990 hatte ich meinen Großvater begleitet und selbst 75 Jahre nach der Schlacht war er nicht in der Lage, seinem ehemaligen Kriegsgegner die Hand zu reichen. Heute können Nachfahren der Veteranen beider Seite die türkischen und australischen Gräber zusammen besuchen.”

Mit jeder Generation sollen aus dem Krieg die Lehren gezogen werden, meint Bruce Scates, Urenkel eines australischen Veterans:

“Die Kriegsangst, die Schmerzen und Qualen des Krieges werden von allen Seiten geteilt. Wir sollten verstehen, dass das Leiden im Krieg über Grenzen hinaus geht. Die schöne Geschichte heute ist, dass die Kriegsgegner von damals sich ausgesöhnt haben.”

Britische und französische Kriegsschiffe hatten ab Feburar 1915 die Küste Gallipolis unter Beschuss genommen. Am 25. April starteten australische Truppen die Invasion. Anfang 1916 war der Angriff endgültig abgewehrt. Die osmanischen Truppen hatten gesiegt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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