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IS-Miliz nimmt Teile Palmyras wieder ein

Damaskus bringt historische Statuen in Sicherheit: Etwa ein Drittel der syrischen Oasenstadt ist von den Extremisten des Islamischen Staats wieder eingenommen worden.

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Im Kampf um das syrische Weltkulturerbe Palmyra haben Kämpfer der IS-Miliz einen Teil der Stadt wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, kontrollieren die Extremisten ein Drittel der historischen Oastenstadt in Zentralsyrien. Den Angaben zufolge kam es zu heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und IS-Kämpfern mit zahlreichen Toten auf beiden Seiten.

Erst am Wochenende hatte die syrische Armee Palmyra aus den Händen der Extremisten befreit.

Weltkulturerbe in Gefahrt

Die Miliz zerstört bei ihren Eroberungen gezielt antike Kulturstätten. Laut Syriens Chefarchäologe sei man deshalb dabei, hunderte Statuen an einen sicheren Ort zu bringen. Palmyra gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. 1980 erklärte die Unesco die Ruinen der ehemaligen Handelsmetropole zum Weltkulturerbe.

Palmyra: Eine strategisch wichtige Stadt

Die Gegend ist für die IS-Miliz nicht nur wegen der Kulturstätten interessant, die sie zerstören aber auch teilweise verkaufen. In der Umgebung Palmyras liegen einige wichtige Gasfelder, ein Militärstützpunkt mit Munition und am Rande des Ortes befinden sich zudem zwei Flugplätze. Sollten die Extremisten die Region um Palmyra einnehmen, lägen nurnoch 200 Kilometer Wüste zwischen den Dschihadisten und der Hauptstadt Damaskus.