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Griechenland akzeptiert "keine Ultimaten" im Schuldenstreit

Athen will sich nicht weiter unter Druck setzen lassen, das hat die Regierung nun als Reaktion auf die Berliner "Kompromissverhandlungen" deutlich gemacht.

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Griechenland akzeptiert "keine Ultimaten" im Schuldenstreit

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Der griechische Arbeitsminister Panos Skourletis hat mitgeteilt, Athen habe keinen Spielraum für weitere Zugeständnisse mehr. Er reagierte damit auf das Spitzentreffen von Athens Gläubigern in der Nacht in Berlin, wo über einen Kompromiss im griechischen Schuldenstreit beraten wurde. Der griechische Vize-Premier Yannis Dragasakis erklärte zudem, dass Griechenland keine Ultimaten akzeptieren und sich von Geldgebern nicht erpressen lasse.

Die Spitzenvertreter von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank trafen sich am Montag im Berliner Bundeskanzleramt, um über den weiteren Kurs bei den Verhandlungen mit Griechenland zu beraten. Laut Verhandlungskreisen ging es um ein “allerletztes Angebot” an Griechenland.

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hatte am Wochenende gesagt, die Geldgeber bestünden auf “unzumutbaren Lösungen”.

Die griechische Regierung ringt seit Monaten mit den internationalen Geldgebern um Reformen, die den Weg freimachen sollen für Hilfszahlungen von 7,2 Milliarden Euro. Athen muss am Freitag eine Kreditrate von rund 300 Millionen Euro an den IWF begleichen, wenige Tage später stehen weitere Zahlungen an. Im Juni kommen zudem Tilgungen in Milliardenhöhe auf Athen zu.

Den Gastbeitrag des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras finden Sie hier (auf Französisch)