Eilmeldung

Eilmeldung

Zahlreiche Todesopfer nach Havarie auf Jangtsekiang in China

Verzweifeltes Warten auf Klopfzeichen. Rettungs- und Bergungskräfte versuchen, Überlebende der Havarie auf dem Jangtsekiang in Zentralchina zu orten

Sie lesen gerade:

Zahlreiche Todesopfer nach Havarie auf Jangtsekiang in China

Schriftgrösse Aa Aa

Verzweifeltes Warten auf Klopfzeichen. Rettungs- und Bergungskräfte versuchen, Überlebende der Havarie auf dem Jangtsekiang in Zentralchina zu orten.

Meinung

Die Reisebüromitarbeiter sind einfach verschwunden

Bei stürmischem Wetter kenterte das Passagierschiff mit mehr als 450 Menschen an Bord schlagartig.

Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens wurden bislang mindestens zwölf Überlebende gerettet und fünf Leichen gefunden.

Im Rumpf des kieloben treibenden Wracks konnten fünf weitere Überlebende über Klopfzeichen lokalisiert werden.

Unter den Geretteten sind der Kapitän und der Chefingenieur, die in Polizeigewahrsam genommen wurden. Sie gaben an, dass plötzlich ein Tornado das Schiff zur Seite gedrückt und zum Kentern gebracht habe.

Es sei “innerhalb von ein oder zwei Minuten” gesunken.

In der Stadt Nanjing, dem Ausgangspunkt der Schiffspassage, warten Angehörige von Passagieren. Sie klagen:

“Die Reisebüromitarbeiter sind einfach verschwunden.”

“Ich bin wütend. Wir wissen nicht, ob unsere Verwandten überlebt haben.”

Unter den 458 Menschen an Bord sind nach Angaben der staatlichen Agentur Xinhua 406 Passagiere, 47 Besatzungsmitglieder und 5 Reisebüromitarbeiter gewesen.

Es habe nach ersten Ermittlungen genug Schwimmwesten gegeben. Auch sei das Schiff “Stern des Orients” nicht überladen gewesen.

Es war auf dem Weg von Nanjing in Ostchina in die Metropole Chongqing im Südwesten.