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"Nullstunde": Athen macht neues Angebot

Es bewegt sich etwas im griechischen Schuldenstreit: Im Telefongespräch mit Brüssel, Paris und Berlin hat Tsipras nun neue Sparvorschläge gemacht.

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"Nullstunde": Athen macht neues Angebot

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Intensives Arbeitswochenende in Athen: Kurz vor dem Sondergipfel der Eurogruppe hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras neue Sparvorschläge präsentiert. Wie die Regierung mitteilte, diskutierte er Athens neues Angebot bei einem Telefongespräch mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande. Morgen will die griechische Regierung die Vorschläge beim Brüssler Gipfel den Gläubigern unterbreiten.

Meinung

Keiner weiß, wie es am Ende ausgeht.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis zeigte sich optimistisch. “Wir bewegen uns in Richtung eines Übereinkommens”, erklärte er nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung gegenüber Journalisten.

Hört man sich bei den griechischen Bürgern um, so sind die Meinungen gespalten. Die Gläubiger hatten vor allem Einsparungen bei den Renten gefordert. Alexandros ist besorgt: “Wir befinden uns in einem Zustand großer Angst. Keiner weiß, wie sich unsere Gläubiger entscheiden werden und welche Zugeständnisse Ministerpräsident Tsipras machen wird. Alles ist ungewiss. Keiner weiß, wie es am Ende ausgeht”.

Andere bleiben trotz allem optimistisch: “Ich mache mir keine Sorgen, am Ende werden sie sowieso eine Einigung finden. Ich denke beide Seiten werden aufeinander zugehen. Ob das morgen oder in der kommenden Woche passiert – es ist nur eine Frage der Zeit”, erklärt Dimitris Sarakos.

Die griechischen Medien sind in Sorge. Rettet Griechenland” appelliert To Vima an die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder von “Angst und Verantwortung” ist die Rede, Eleftheros Typos titelt “Nullstunde”.