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Ungarn angesichts des Grenzzauns uneins

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Ungarn angesichts des Grenzzauns uneins

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In Budapest haben Menschen gegen den Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze demonstriert. Am Montag wurden im Süden des Landes zunächst provisorische Anlagen errichtet. Ungarn ist angesichts der Flüchtlingsproblematik tief gespalten.

Einer der Organisatoren der Demonstration meint: “Ich weiß nicht, ob dieser Zaun tatsächlich gebaut wird, aber ich hoffe es nicht. Der kostet unheimlich viel Geld und bringt praktisch keinen Nutzen, sondern Ungarn in eine unangenehme Situation. Der Zaun wird unser Land isolieren.”

Die Regierungspartei Fidesz ließ verlauten, dass auch Zäune an anderen Grenzabschnitten gebaut werden könnten, sollte das für notwendig erachtet werden.

“Als die Veranstalter die Demonstration anmeldeten, konnten sie nicht ahnen, dass der Bau des Zauns dann schon im Gange sein würde”, sagt euronews-Reporterin Andrea Hajagos.

Im Grenzgebiet bei Mórahalom, wo mit den Zaunarbeiten begonnen wurde, sagen die Bewohner, die Situation sei angesichts des Flüchtlingsstroms unerträglich geworden, ein Zaun sei die richtige Maßnahme. Es mache ihnen Angst, dass so viele Migranten nach Ungarn kommen.