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Flüchtlingskrise: EU plant 2,4 Milliarden Euro Hilfe

Geld wird gestreckt auf sechs Jahre. Gewalt gegen Flüchtling in Griechenland.

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Flüchtlingskrise: EU plant 2,4 Milliarden Euro Hilfe

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In der Flüchtlingskrise will die EU den betroffenen Mitgliedsstaaten jetzt mit 2,4 Milliarden Euro helfen. Das Geld für 23 nationale Hilfsprogramme wird über sechs Jahre verteilt, rückwirkend ab 2014. Italien soll rund 560 Millionen Euro bekommen, für Griechenland sieht die EU rund 470 Millionen vor.

Auch die Ärmelkanal-Anrainer Großbritannien und Frankreich sollen von den Finanzhilfen der EU profitieren. Immer wieder versuchten Flüchtlinge im französischen Calais auch am vergangenen Wochenende, auf Züge aufzuspringen, die den Eurotunnel nach Großbritannien passieren. Immer wieder starben Flüchtlinge bei ihren Querungsversuchen durch den Eurotunnel.

Bisher wehrt man sich mit einem neuen Zaun entlang der Bahnlinie. Der konservative britische Außenminister Philip Hammond kommentierte die Lage in der BBC mit den Worten, Europa könne seinen Lebensstandard nicht aufrechterhalten, wenn es Millionen Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen müsse.

Prügel für Flüchtling in Griechenland

Auf der griechischen Insel Kos, die derzeit vor allem unter einem Ansturm von syrischen Flüchtlingen leidet, zeigt sich, wie angespannt die Lage inzwischen ist. Dort hatte ein Polizist einen Flüchtling geschlagen, der Beamte ist inzwischen vom Dienst suspendiert.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), die am Montag die Insel besuchte, nannte es eine “Schande”, dass das durch die Finanzkrise ohnehin am Boden liegende Griechenland alleingelassen werde. Hier könnte, so Roth, der Friedensnobelpreisträger EU seine
Menschlichkeit zeigen.

EU: riesiges Flüchtlingslager in Serbien?

Unterdessen ist bekanntgeworden, dass die EU angeblich ein Flüchtlingszentrum für etwa eine halbe Million Menschen im Süden Serbiens plant. Das hatte der serbische Verteidigungspolitiker Momir Stojanovic in der Tageszeitung Blic mitgeteilt. Derzeit halten sich nach Angaben der Zeitung 70.000 Menschen mit Ziel Westeuropa in Serbien auf.