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Sierra Leone bald frei von Ebola?

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt, könnte Westafrika bis Ende des Jahres von Ebola befreit sein.

Noch kämpft Guinea mit dem Virus, aber anstatt 20-30 Fällen pro Woche, sind es jetzt lediglich zwei bis drei.

In Sierra Leone kann gefeiert werden. Der letzte diagnostizierte Patient verließ am Montag das Krankenhaus.

Liberia wird am Ende der nächsten Woche für ebolafrei erklärt, sollten keine neuen Fälle auftreten. Für Sierra Leone wird dies erst möglich sein, wenn es bis Oktober keine neuen Fälle gibt, wie die Sprecherin der WHO Margaret Harris mitteilte.






Über 18 Monate war Westafrika Schauplatz der weltweit schlimmsten Ebolaepidemie. Mehr als 28.000 Menschen wurden infiziert, etwa ein Drittel von ihnen starb in Folge der Infizierung mit dem Virus.

“Sierra Leone hat allen Grund zu feiern für das, was erreicht wurde. Aber uns ist klar, dass die Arbeit noch nicht zu Ende ist”, sagt Harris.

Was gefeiert würde sei eine wichtige Etappe, und es sei klar, dass es sich um eine handle, die zum Ende der Straße führt.

Harris sagt weiter: “Es ist noch ein langer Weg und selbst der Präsident machte sehr deutlich, dass es während dreier Monate weiterhin einer erhöhten Aufmerksamkeit bedarf, denn es gibt noch immer viel Ebola in der Gegend.”

Sierra Leone bestätigte im Mai 2014 den ersten Fall von Ebola und verzeichnete die höchsten Zahlen in der Region, auch wenn Liberia eine höhere Sterberate zu beklagen hat.

Der letzte bestätigte Fall, Adama Sankoh, 35 Jahre, reagierte gut auf die Behandlung und erhielt am Sonntag, den 22.August ihr zweites negatives Testergebnis. Ihre Entlassung am nächsten Tag wurde durch eine Zeremonie gefeiert, an der Präsident Bai Koroma sowie medizinisches Personal und Helfer teilnahmen.

Die Epidemie glich einer Welle. Liberia wurde im Mai für ebolafrei erklärt, aber bereits zwei Monate später traten wieder neue Fälle auf.

Reaktionen auf den Social Media Seiten

Dr. Joanne Liu, Präsident von “Ärzte ohne Grenzen”, warnt davor den Kampf vorschnell als beendet zu erklären:

Tweets des britischen International Medical Corps:

Tweet eines Arztes, der in Serria Leone half:

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