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Wie wird EU auf Flüchtlingszustrom reagieren?

Der Flüchtlingszustrom reißt nicht ab – doch wie kann die Krise bewältigt werden? Mit dieser dringenden Frage beschäftigen sich die EU-Spitzen unter

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Wie wird EU auf Flüchtlingszustrom reagieren?

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Der Flüchtlingszustrom reißt nicht ab – doch wie kann die Krise bewältigt werden? Mit dieser dringenden Frage beschäftigen sich die EU-Spitzen unter Hochdruck. Ziel ist es, eine einheitliche, europäische Antwort zu finden. Nachdem eine verbindliche Quote für die Aufnahme von Asylsuchenden gescheitert war, hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, 40.000 Flüchtlinge gerechter auf die EU-Mitgliedsstaaten zu verteilen.
Doch gegen den Plan gibt es erbitterten Widerstand.

Zwischen den Ländern herrscht Unstimmigkeit darüber, wer für die Flüchtlinge denn nun verantwortlich sei. Ungarn stellte unterdessen den umstrittenen Stacheldrahtzaun an der Grenze zu Serbien fertig. Trotzdem gelang es Tausenden Flüchtlingen am Wochenende, über die Grenze zu gelangen.

Seit Jahresbeginn haben 140.000 Flüchtlinge diese Grenze überquert, in der Hoffnung nach Westeuropa zu gelangen. Die meisten von ihnen kommen aus den Krisengebieten Syrien, Irak oder Afghanistan.

Der französische Außenminister Laurent Fabius kritisierte die ungarische Regierung für die Barriere entlang der 175 Kilometer langen Grenze scharf: “Was diejenigen betrifft, die politisch verfolgt werden und die aus Kriegsgebieten kommen, diese Menschen müssen wir aufnehmen und willkommen heißen. Das nennt man Asylantrag und jedes Land muss darauf reagieren. Ungarn gehört zu Europa und teilt die gemeinsamen Werte, aber diese Werte werden nicht respektiert, indem wir Zäune bauen.”

Lösungsvorschläge zur Flüchtlingskrise will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner jährlichen
Rede zur Lage der EU am 9. September machen. Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einer EU-weiten Liste sicherer Herkunftsländer, in die Migranten
besonders schnell zurückgeschickt werden können. Zudem sollen bis Jahresende
Registrierungszentren für Flüchtlinge in Südeuropa entstehen. Bereits bei der Ankunft von Flüchtlingen könne so deren Schutzbedürftigkeit geprüft werden.