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Juncker schlägt die Umsiedlung von weiteren 120.000 Flüchtlingen vor

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat die Verteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen aus Ungarn, Griechenland und

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Juncker schlägt die Umsiedlung von weiteren 120.000 Flüchtlingen vor

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Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat die Verteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen aus Ungarn, Griechenland und Italien auf andere EU-Staaten vorgeschlagen.
Europa müsse in der Flüchtlingskrise mutig und entschlossen handeln, forderte er in seiner Rede zur Lage der Union vor dem Europaparlament in Straßburg.

Juncker verteidigte die Kommission gegen den Vorwurf der Untätigkeit:
“Bereits im Mai schlug die Kommission einen Notfallmechanismus vor. Sie schlug vor, 40.000 Schutz suchende Menschen aus Italien und Griechenland umzusiedeln. Aus diesem Grund schlagen wir einen zweiten Notfallmechanismus vor, um weitere 120.000 Menschen aus Italien, Griechenland und Ungarn neu anzusiedeln. Dies ist eine Pflicht.” Im Frühsommer hatten sich die Mitgliedsstaaten auf die Umsiedlung von 40.000 Flüchtlingen auf freiwilliger Basis geeinigt.

Der Abgeordnete Gianluca Buonanno von der fremdenfeindlichen italienischen Lega Nord störte die Rede Junckers. Mit einer Angela-Merkel-Maske versuchte er zu suggerieren, Juncker sei eine Marionette der deutschen Bundeskanzlerin.