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US-Ausbildungsprogramm für syrische Anti-IS-Kämpfer weit hinter Erwartungen zurück

Ein Trainingsprogramm der US-Armee für syrische Kämpfer, die gegen die IS-Miliz ins Feld ziehen sollen, ist offenbar deutlich weniger effektiv als

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US-Ausbildungsprogramm für syrische Anti-IS-Kämpfer weit hinter Erwartungen zurück

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Ein Trainingsprogramm der US-Armee für syrische Kämpfer, die gegen die IS-Miliz ins Feld ziehen sollen, ist offenbar deutlich weniger effektiv als erhofft.

So wurden bislang nur einige Dutzend Anti-IS-Kämpfer ausgebildet, und nicht tausende wie vorgesehen. Noch dazu wurde offenbar ein Großteil von ihnen durch die islamistischen Al-Nusra-Front gefangen genommen oder getötet – noch bevor sie die IS-Miliz erreichen konnten.

Das geht aus Aussagen des Kommandeurs des “US Central Command”, General Lloyd Austin vor dem Kongress hervor.

Unter anderem erkundigte sich die Senatorin von Nebraska, Deb Fischer nach dem Stand der Dinge: “Es waren nur etwa 60 syrische Kämpfer, die unser Trainings- und Ausstattungsprogramm durchliefen und wieder zurück gebracht wurden. Können sie uns sagen, wie viele ausgebildete Kämpfer noch übrig sind?”, fragte die

Darauf General Lloyd Austin: “Es ist eine kleine Zahl. Im Kampf sind noch etwa vier oder fünf.”

“Ist das Ziel noch immer, etwa 12.000 auszubilden?”, wollte Senatorin Fischer wissen.

“Nun, das Ziel, das wir uns ursprünglich gesteckt haben, werden wir mit unserem aktuellen Tempo sicher nicht erreichen”, gab General Austin zu.

Derzeit sind nur 120 weitere Kämpfer in Ausbildung. Eigentlich sollten schon binnen des ersten Jahres über 5000 bereit stehen.

“Dies ist erbärmlicher Misserfolg. Und das Resultat sind die Flüchtlinge”, sagte dazu der republikanische Senator John McCain.

Die Obama-Regierung startete das Ausbildungsprogramm im Mai, als alternative zum Einsatz von US-Bodentruppen in Syrien. Das Training der ersten Gruppe kostete etwa 42 Millionen US-Dollar. Veranschlagt sind für das Programm insgesamt 500 Millionen.