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Innovation am Arbeitsplatz

Innovation am Arbeitsplatz, eine neue Organisation, das ist der neue Trend in vielen europäischen Unternehmen. Wie genau geht das? Und was sind die Ergebnisse? Das erfahren wir in Vilnius in Litauen.

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Innovation am Arbeitsplatz

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Innovation am Arbeitsplatz, eine neue Organisation, das ist der neue Trend in Europa. Hier bei mir ist Rasa Rotomskiene, eine Botschafterin des europäischen Netzwerkes zur Innovation am Arbeitsplatz. Was bedeutet das eigentlich genau?

Meinung

Entscheidungen zur Verbesserung der Qualität können von allen Angestellten der Firma getroffen werden


  • Heute reicht es nicht aus in die neuesten Technologien zu investieren, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Erfolgreiche Unternehmen müssen auch auf die Kreativität und die Motivation ihrer Angestellten zählen können.
  • Die Struktur einer Firma, die Einstellungspolitik, die Art und Weise, wie Entscheidungen gefällt werden, all das trägt zum Arbeitsklima bei. Und bei der Innovation eines Arbeitplatzes setzt man genau in diesen Bereichen an.
  • Gelingt die Innovation des Arbeitsplatzes, dann zahlt es sich aus. Gesteigerte Produktivität und bessere Konkurrenzfähigkeit.
  • Um diese Form der Innovation zu fördern, hat die Europäische Kommission im Jahr 2013 ein Netzwerk für die Innovation am Arbeitsplatz (EU WIN) ins Leben gerufen.

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Rasa erklärt uns: “Nun, es geht um all die Faktoren, die dazu beitragen, dass die Firma gut läuft und mit der Konkurrenz mithalten kann. Finanzielle Mittel helfen in diesem Fall nicht weiter, da ist Kreativität gefragt. Es geht um innovatives Management, Arbeitsklima usw.”

Wie diese neuen Konzepte funktionieren können, erfahren wir in einer Firma in Vilnius.”
Die Arbeiter des Unternehmens Arginta Group sprechen sich einmal pro Woche ab. Ziel dieser Treffen ist es, Fehler im Produktionsprozess zu analysieren und zu verstehen, um dann gemeinsam Lösungen zu finden.

Die Organisation der Firma wurde vor zwei Jahren komplett überdacht. Damals gab es drei Qualitätsinspektoren. Heute achten alle 200 Angestellten auf die Qualität. Eine neue Organisation, die sich bezahlt macht.

Tomas Jaskelevicius, der für die Weiterentwicklung der Firma verantwortlich ist, erzählt:
“Entscheidungen zur Verbesserung der Qualität können von allen Angestellten der Firma getroffen werden. Es spielt keine Rolle, welchen Posten der Angestellte inne hat. Finanzielle Prämien hängen heutzutage von der Arbeit eines Teams und nicht von individuellen Ergebnissen ab.”

Die Angestellten sind sehr viel engagierter und motivierter als vorher. Das wirkt sich auch auf die Umsatszahlen aus. 2013 schrieb das Unternehmen rote Zahlen, doch mittlerweile macht es Gewinne. In ihrem Bereich, der Herstellung und der Installation von Eisenteilen, gehört die Firma zu den besten. Sie hat ihr Netzwerk an Zulieferanten in Litauen erweitert. Und vor allem eins stimmt hundertprozentig: die Qualität. Tomas ist stolz auf die Fortschritte: “Unser Qualitätsindex beträgt heute 99 Prozent. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Vor zwei Jahren lag er bei 80 Prozent. Die Qualität ist für unsere Kunden weltweit sehr wichtig.”

Rasa zufolge ist Tomas auf dem richtigen Weg. Sie rät ihm dafür zu sorgen, dass seine Angestellten weiterhin motiviert sind. Und er solle Spaß haben, an dem was er macht.

Das Europäische Netzwerk für Innovation am Arbeitsplatz EUWIN von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Es umfasst 1.500 Experten. Und man kann sich über diese neuen Konzepte informieren und erfahren, was sie bringen.

Sie wollen beitreten? Nichts ist einfacher als das: “Es ist kostenlos und jeder kann mitmachen. Man muss sich nur online anmelden und schon bekommt man Zugang zu den Infos und den Ereignissen des Netzwerkes.”