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Mindestens 717 Tote bei Massenpanik während der islamischen Wallfahrt bei Mekka


Saudi-Arabien

Mindestens 717 Tote bei Massenpanik während der islamischen Wallfahrt bei Mekka

Bei einer Massenpanik während der islamischen Wallfahrt in der Nähe von Mekka sind laut offiziellen Zahlen am Donnerstag mindestens 717 Pilger aus aller Welt ums Leben gekommen und 863 verletzt worden. Offenbar kam es an einer kritischen Stelle zu einem Stau.

Es ist die schlimmste Katastrophe während des sogenannten Hadsch seit einem Vierteljahrhundert und das schwerste Unglück bei Massenveranstaltungen weltweit in den vergangenen zehn Jahren.

Im Jahr 1990 waren bei einer Panik über 1300 ums Leben gekommen. Nach einem weiteren Zwischenfall 2006, bei dem über 350 umkamen, investierte die Regierung in ein neues Sicherheitskonzept, an dem auch deutsche Experten mitarbeiteten.

“Ich drücke hiermit mein Beileid aus, für alle Angehörigen der Opfer der heutigen Massenpanik”, sagte König Salman am Donnerstag. “Wir haben die verantwortlichen Behörden aufgefordert, die Ursachen dieses dramatischen Zwischenfalls zur erforschen und ihre Ergebnisse so bald wie möglich zu präsentieren.”

Etwa drei Millionen Pilger waren dieses Jahr gen Mekka gereist, die saudischen Behörden begrenzen die Zahlen jedes Jahr. Durch einen Ausbau der Anlagen sollen die Kapazitäten aber kontinuierlich gesteigert werden. Ziel ist offenbar, die Obergrenze irgendwann aufzuheben.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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