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Shell bohrt nicht länger in der Arktis

Profitiert die Natur vom Verfall der Ölpreise? Der Ölkonzern "Shell" hört auf, in der Arktis (vor der Küste Alaskas) nach Öl und Gas zu bohren –

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Shell bohrt nicht länger in der Arktis

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Profitiert die Natur vom Verfall der Ölpreise? Der Ölkonzern "Shell" hört auf, in der Arktis (vor der Küste Alaskas) nach Öl und Gas zu bohren –

Meinung

"Shells Rückzug ist ein deutliches Signal an alle anderen Ölkonzerne, die Finger von der Arktis zu lassen"

die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist angetan. «Shell gibt auf. Das ist eine hervorragende
Nachricht für die Arktis und das Klima und ein großer Sieg für die weltweite Protestbewegung», Larissa Beumer, Sprecherin von Greenpeace Deutschland. Shells
Entscheidung zeige, dass Ölbohrungen in der Arktis nicht nur
klimapolitisch, sondern auch ökonomisch keinen Sinn ergäben. “Shells Rückzug ist gleichzeitig ein deutliches Signal an alle anderen Ölkonzerne, die Finger von der Arktis zu lassen.»

Ein Ölbohr-Unfall wäre nach Meinunung der Umwelt-Aktivisten in dem empfindlichen Ökosystem kaum beherrschbar.

Der britisch-niederländische Ölkonzern hatte überraschend ein vorläufiges Ende der Probebohrungen angekündigt. Als Gründe wurden strenge Regeln, hohe Kosten und enttäuschende Ergebnisse genannt. Shell schreibt etwa 3,7 Milliarden Euro ab.

Die kalte Region – mit Temperaturen jenseits von 40 Grad minus – trägt rund ein Zehntel zur weltweiten Gas- und Ölförderung bei. Neben Shell betreiben der amerikanische Ölmulti Exxon Mobil und der russische Konkurrent Rosneft gemeinsame Projekte. Auch der norwegische Energieriese Statoil sammelt umfangreiche Erfahrungen, etwa im norwegischen Teil der Barentssee.

su mit Reuters