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71 Migrantenleichen an libyscher Küste angespült

Mitarbeiter des libyschen Roten Halbmond haben 71 Leichen geborgen, die an den Strand angespült worden sind. Es handelt sich mit an Sicherheit

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71 Migrantenleichen an libyscher Küste angespült

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Mitarbeiter des libyschen Roten Halbmond haben 71 Leichen geborgen, die an den Strand angespült worden sind. Es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Migranten, die versucht haben über das Mittelmeer illegal in die Europäische Union zu gelangen.

“Bei den meisten Leichen haben wir keine Personaldokumente gefunden. Es gibt keine Möglichkeit sie zu identifizieren. Wir finden leblose Körper am Strand. Mit Gottes Hilfe haben wir etwa 71 Leichen geborgen”, schildert Abdelhamid Al-Swaey vom libyschen Roten Kreuz.

Bei sechs Operationen vor der Küste Libyens wurden von europäische Marineeinheiten mehr als 1.800 illegale Einwanderer aufgegriffen. Ein Großteil von ihnen stammt aus Eritrea. Sie wurden in italienische Häfen gebracht.

An diesem Mittwoch startet die Europäische Union die
zweite Phase ihres Militäreinsatzes im Mittelmeer. Ab sofort dürfen die beteiligten Soldaten außerhalb der libyschen Küstengewässer fahrende Schiffe von Menschenschmugglerbanden aufbringen und zu durchsuchen. Schleuser müssen dann mit einer Festnahme rechnen.

Auf der griechischen Insel Lesbos besichtigten der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann zwei Registrierungsstellen für Flüchtlinge, die zu sogenannten Hotspots ausgebaut werden sollen. Hotspots sind ein wichtiges Element, der EU-Strategie zur Bewältigung der Migrationskrise.