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Frankreich unter Schock: Dutzende Menschen sterben bei Kollision von Reisebus mit Lkw

Bei einem schweren Busunglück in Südwestfrankreich sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Der Bus mit einer Seniorengruppe an Bord prallte

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Frankreich unter Schock: Dutzende Menschen sterben bei Kollision von Reisebus mit Lkw

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Bei einem schweren Busunglück in Südwestfrankreich sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen.

Meinung

Frankreich und die Franzosen tragen heute Trauer

Der Bus mit einer Seniorengruppe an Bord prallte rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux mit einem Lastwagen zusammen.

Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Die Seniorengruppe war nur wenige Kilometer entfernt vom Unglücksort Puisseguin in Petit-Palais-et-Cornemps zu einer Tagesfahrt in den Ort Arzacq-Arrazigue im Vorland der Pyrenäen gestartet.

Lediglich acht Insassen des Busses konnten sich laut Rettungskräften in Sicherheit bringen.

Die Präfektur des Départements Gironde erklärte, zwei von ihnen hätten Verbrennungen erlitten und zwei eine Gehirnerschütterung.

Vier weitere Menschen kamen demnach mit leichten Verletzungen davon.

Es ist das schwerste Busunglück in Europa seit mehr als zehn Jahren und das schwerste in Frankreich seit 31.07.1982. Damals kamen im ostfranzösischen Beaune 53 Menschen ums Leben, darunter 44 Kinder.

Frankreichs Präsident François Hollande sprach von einer «furchtbaren Tragödie».

Premierminister Manuel Valls machte sich – in Begleitung von Innenminister Bernard Cazeneuve – vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Tragödie:

“Das ist ein furchtbarer Schock für die Gegend, für die Provinz und für die Region. Das ist ein Schock für Frankreich. Frankreich und die Franzosen tragen heute Trauer.”

Die Unglücksursache ist nach Angaben des Präfekten noch nicht geklärt, eine Untersuchung läuft.

Es gibt aber Hinweise darauf, dass der Fahrer des beteiligten Lastwagens auf der Landstraße 17 die Kontrolle verloren und seinen LKW quergestellt haben könnte.

Der Lastwagenfahrer kam ums Leben, der Fahrer des Reisebusses erlitt leichte Verletzungen. Er hatte offenbar noch im letzten Moment den Mechanismus zur Türöffnung auslösen können.

Für die Betreuung von Angehörigen der Opfer wurde eine psychologische Beratungsstelle eingerichtet.