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Proteste in Istanbul: Kritik an Vorgehen der Regierung gegen Medienholding

Nach Ankündigung der türkischen Regierung, Führungspersonal der kritischen Medienholding Koza Ipek gegen regierungsnahe Manager auszutauschen, ist es

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Proteste in Istanbul: Kritik an Vorgehen der Regierung gegen Medienholding

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Nach Ankündigung der türkischen Regierung, Führungspersonal der kritischen Medienholding Koza Ipek gegen regierungsnahe Manager auszutauschen, ist es in Istanbul zu Demonstrationen gekommen. Vor dem Firmensitz protestierten Angestellte und Sympathisanten.

Der Holding wird die Finanzierung von Terrornetzwerken vorgeworfen. Zum Konzern gehört auch der Sender Bugünt TV. Tarik Toros ist dort Chefredakteur und vermutet hinter der Aktion den Versuch, kurz vor den Parlamentswahlen das Stimmungsbild im Land beeinflussen zu wollen: “Das Ziel ist, regierungskritische Stimmen zum Schweigen zu bringen: Medien, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften. Dasgleiche gilt für die Oppositionsparteien und Geschäftsleute – für jeden, der nicht aufs Wort gehorcht.”

Die Demonstranten haben angekündigt, wenn nötig bis zu den Wahlen am 1. November vor Ort bleiben zu wollen. Die Nichtregierungsorganisation zur Förderung der Demokratie Freedom House mit Sitz in Washington warnte in einer Stellungnahme vor einer politisch motivierten Übernahme der Medien durch die türkische Regierung.