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Wahkampfabschluss in der Türkei: „Wir müssen das Schicksal der Türkei wenden“

In der Türkei ist der Wahlkampf für die vorgezogene Parlamentswahl zu Ende gegangen. Die Parteien hielten ihre Abschlusskundgebungen ab. In seiner

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Wahkampfabschluss in der Türkei: „Wir müssen das Schicksal der Türkei wenden“

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In der Türkei ist der Wahlkampf für die vorgezogene Parlamentswahl zu Ende gegangen. Die Parteien hielten ihre Abschlusskundgebungen ab. In seiner Heimatstadt Konya versuchte Ministerpräsident Achmed Davutoğl die Anhänger seiner AKP zu motivieren und mobilisieren. Die AKP versucht ihre im Juni verlorene absolute Mehrheit wiederzuerlangen.

Meinung

Entweder wird die Türkei zu einem Ein-Mann-Sytem und einem repressiven, diktatorischen Regime oder sie wird sich auf einen Weg der Demokratie begeben

“Werden wir einen Rekord brechen, Konya? Werden wir ihnen eine Lektion erteilen? Werden wir MHP-Chef Bahçeli zum Ja zwingen? Werden wir Kılıçdaroğlu den Oppositionsblock vergessen lassen? Werden wir der HDP eine Lektion in Sachen Terrorismus erteilen? Werden wir?” fragte Ministerpräsident Davutoğlu sein Publikum.

Der sozialdemokratische Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu ist trotz aller ideologischen Unterschiede bereit zu einer Koalition mit der AKP. Er warb in der Provinz Izmir um Stimmen:

“Am 1. November werden wir wählen. Wir müssen wählen gehen. Wir müssen das Schicksal der Türkei wenden. Die Türkei sollte nicht Politikern überlassen werden, die nur an ihre eigenen Interessen denken”, forderte CHP-Chef Kılıçdaroğlu.

Auch für die prokurdische HDP ist es eine Richtungswahl:

“Wir stehen an einer Wegscheide. Entweder wird die Türkei zu einem Ein-Mann-Sytem und einem repressiven, diktatorischen Regime. Oder sie wird sich auf einen Weg der mit Schwierigkeiten behafteten Demokratie begeben, der zu demokratischen Lösungen unserer Probleme führt”, findet HDP-Chef Selahattin Demirtaş.

Die Meinungsumfragen sind nicht eindeutig, eine absolute Mehrheit scheint für die AKP greifbar.