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Reisen bildet - Wachstumsraten

Der World Travel Market ( WTM ) in London soll Fernweh wecken – die zweitgrößte Reisemesse nach der ITB in Berlin ist vor allem für

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Reisen bildet - Wachstumsraten

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Der World Travel Market ( WTM ) in London soll Fernweh wecken – die zweitgrößte Reisemesse nach der ITB in Berlin ist vor allem für Fernreise-Destinationen ein wichtiger Marktplatz, mit 250 neuen Ausstellern in diesem Jahr. Die meisten kommen aus Asien und Lateinamerika. Insgesamt stellen rund 5.000 Unternehmen und Fremdenverkehrsämter aus 186 Ländern und Regionen in London aus.

Meinung

Jeder sollte sich einsetzen, damit jeder Besucher Spaß hat

Trotz einiger Unruhen und Konflikten in der Welt findet die Fachmesse vor dem Hintergrund einer insgesamt robusten Tourismus-Konjunktur statt. Wie die Welt-Tourismus-Organisation UNWTO mitteilt, sind die internationalen Touristen-Ankünfte in den ersten acht Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf 810 Millionen gestiegen. Gezählt werden dabei Reisen mit mindestens einer Übernachtung im Ausland.

Deutschland bleibe als Herkunftsland Nummer eins des internationalen Tourismus weiterhin Reiseweltmeister, so das Münchner Beratungsunternehmen IPK International World Tourism Marketing Consultants GmbH -gefolgt von den USA und Großbritannien.

Georgien zum Beispiel sieht sich als Geheimtipp – würde aber gern etwas weniger geheim sein.

George Chogovadze, georgische Tourismusbehörde:

“Im vergangenen Jahr haben wir 5,5 Millionen internationale Besucher empfangen und in diesem Jahr werden es 6 Millionen. In Georgien wohnen gerade mal 3,7 Millionen Menschen.”

Tourismus ist ein wichtiger Wachstumsfaktor für Schwellenländer wie Kasachstan. Ohne Visum zugänglich für die meisten potentiellen Besucher, wie betont wird.

Anders in Europa, so ein Bericht der European Travel Commission.

Wegen restriktiver Visapolitik gegenüber wichtigen Märkten wie China, Indien, Russland oder der Türkei entgehen europäischen Ländern Milliardeneinnahmen, heißt es da.

Mark Henry, Vizepräsident European Travel Commission:

“Wenn wir aus den zehn touristischen Top-Märkten einen visafreien Reiseverkehr nach Europa bieten könnten, brächte das in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 84 Millionen Besucher, die mehr als 114 Milliarden Euro in Europa lassen würden.”

Wer schon gut Kundschaft gefunden hat, versucht noch unentdeckte Gegenden wachzuküssen. Beispiel Philippinen. Hier sollen künftig alle 18 Regionen des Landes Touristen anlocken – acht Prozent auf das Bruttoinlandsprodukt (2014) bringen sie jetzt schon.

Domingo Ramon C. Enerio III, Präsident der Tourismus- Förderrates Philippinen:

“Letztlich muss die ganze Nation bereit sein, den Tourismus anzunehmen. Jeder sollte sich einsetzen, damit jeder Besucher Spaß hat.”

Auf der Messe dürften Verträge über 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen werden – der Wettbewerb ist hart.

Kenia will sogar Charterflüge subventionieren, um Urlauber zu seinen Küsten zu schaffen.

Sebastian Saam, Euronews:

“Bunt, sympathisch und weltoffen. So wollen sich alle Länder hier auf der WTM präsentieren, denn die wichtigsten Entscheidungsträger aus der Tourismusbranche sind hier. Es geht um Trends, es geht um Entwicklungen, aber es geht vor allem auch um eines: um das Business.”