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Vollbeschäftigung in den USA - Zinswende rückt näher

Das US-Beschäftigungswachstum hat sich im Oktober beschleunigt. Nach zwei Monaten mit eher flauen Job-Zugewinnen meldete das Arbeitsministerium eine

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Vollbeschäftigung in den USA - Zinswende rückt näher

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Das US-Beschäftigungswachstum hat sich im Oktober beschleunigt. Nach zwei Monaten mit eher flauen Job-Zugewinnen meldete das Arbeitsministerium eine Arbeitslosenquote auf 7,5 -Jahres-Tief. Auch die Löhne legten vor der für Mitte Dezember angepeilten Zinserhöhung der Federal Reserve zu.

Meinung

Das ist der Sargnagel für die Tauben

In Zahlen: Im Oktober entstanden außerhalb der Landwirtschaft 271.000 Arbeitsplätze, etwa doppelt so viele wie im September und fast 120.000 mehr als im August.

Die Arbeitslosenquote ist bei 5 (August: 5,1) Prozent angekommen – das setzen viele gleich mit Vollbeschäftigung.

Zu den Beschäftigungszahlen von Oktober kommen Berichte über Wachstumsdynamik im Dienstleistungssektor und bei den Autoverkäufen. So könnte sich das vierte Quartal vom dritten absetzen – mit nur 1,5 Prozent jährlicher Wachstumsrate für die Monate Juli bis September.

In einer Reuters-Umfrage hatten Ökonomen nur mit 180.000 mehr Jobs gerechnet – immerhin noch mehr als 150.000 zusätzlich. Ab da richte eine Erhöhung der Leitzinsen vermutlich keinen Schaden an.

Die Fed hatte die Zinswende in den vergangenen Monaten immer wieder hinausgezögert. Als Gründe nannte sie aber weniger binnen-, sondern eher außenwirtschaftliche Gründe wie den starken Dollar und die von China ausgehende Schwäche der Schwellenländer.

Bankvolkswirte zeigten sich sicher, dass der Startschuss für die Zinswende bald fallen dürfte. “Das ist der Sargnagel für die Tauben”, sagte Bernd Weidensteiner, US-Experte der Commerzbank. Tauben sind Notenbanker, die für eine lockere Geldpolitik mit niedrigen Zinsen eintreten.

su mit Reuters, dpa