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Friedensplan: Syrien soll binnen sechs Monaten Übergangsregierung erhalten

Der Zeitplan für eine Friedenslösung in Syrien steht. Die Teilnehmer der Syrien-Konferenz in Wien haben sich darauf geeinigt, dass sich Vertreter der

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Friedensplan: Syrien soll binnen sechs Monaten Übergangsregierung erhalten

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Der Zeitplan für eine Friedenslösung in Syrien steht. Die Teilnehmer der Syrien-Konferenz in Wien haben sich darauf geeinigt, dass sich Vertreter der syrischen Regierung und der Opposition noch in diesem Jahr treffen sollen. Das sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Eine Übergangsregierung solle demnach in sechs Monaten stehen, Wahlen sollen in 18 Monaten stattfinden.

“Wir haben noch einmal unseren Standpunkt wiederholt, über die Zukunft Syriens entscheiden allein die Syrer”, so der russische Außenminister Sergej Lawrow. “Das betrifft auch das Schicksal Assads und jedes anderen Politikers in dem Land.” Lawrow betonte, die internationale Gemeinschaft erkenne, dass der Zeitpunkt nun kritisch sei. Die Länder der Syrien-Kontaktgruppe würden nun auf eine Waffenruhe hinwirken.

“Die Situation ist die, dass Assad zu einem Magneten für die ausländischen Kämpfer geworden ist”, so der amerikanische Außenminister John Kerry. “Menschen aus der ganzen Welt kommen, angezogen von ISIS, Al-Nusra oder wem auch immer aber meist von ISIS, wegen des Kampfs gegen Assad. Und dieser Kampf wird weitergehen. Die beste Möglichkeit dieses Problem zu lösen ist die, dass Baschar al-Assad erkennt, dass er dieses Land retten könnte, in dem er Teil des Übergangs wird und allen Ländern in der Region erlaubt, ISIS zu zerschlagen. Das ist die Strategie.”

Der Iran begrüßte den vereinbarten Zeitplan. Saudi Arabien erklärte, eine politische Lösung müsse den Rücktritt Assads zum Ziel haben. Andernfalls werde man weiter die Opposition unterstützen.

Die Euronews-Reporterin erklärte: “Die Tragödie von Paris hat zweifellos das Treffen hier in Wien überschattet. Aber die Teilnehmer betonten, dass die Geschehnisse sie in ihrer Überzeugung bestärkt hätten, dass der Terrorismus gemeinsam und entschieden bekämpft werden müsse.”