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NATO schickt Schiffe in die Türkei

Zehn Tage nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets verstärkt die Nato ihre Präsenz auf dem Bosporus.

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NATO schickt Schiffe in die Türkei

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Die NATO erhöht aufgrund der Spannungen mit Russland ihre Präsenz in der Türkei. Am Freitag sind drei weitere NATO-Schiffe in den Hafen am Bosporus eingelaufen. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, dass die Organisation Ankaras Luftverteidigung mit Flugzeugen und Raketen unterstützen will.

“Wir wissen nicht, was die NATO in ihren Taschen hat, aber wir warten auf Vergeltung für den Flugzeugabschuss. Sie werden etwas tun, deshalb sind sie hier”, denkt ein Mann aus Istanbul.

“Wir sind Nato-Mitglieder. Die kleinste Attacke gegen uns wird als Attacke gegen die Nato wahrgenommen”, sagt ein weiterer Passant.

Seit dem Abschuss des russischen Kampfjets an der türkisch-syrischen Grenze vor rund anderthalb Wochen liegen die Beziehungen der Türkei und Russland auf Eis. Euronews-Korrespondent Bora Bayraktar berichtet aus Istanbul: “Der Bosporus war Russlands Hauptroute, um Güter nach Syrien zu transportieren. Jetzt sind hier Nato-Schiffe vor Anker gegangen. Die militärischen Bewegungen hier werden intensiver. Die Bewohner von Istanbul sehen die Schiffe als Solidaritätsbekundung der Nato und als Zeichen gegen Russland.”