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"Verschwundener" chinesischer Milliardär in Polizeigewahrsam

Einer von Chinas reichsten Männer, Guo Guangchang, ist von der Polizei festgenommen worden. Sein Unternehmen Fosun International bestätigte am

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"Verschwundener" chinesischer Milliardär in Polizeigewahrsam

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Einer von Chinas reichsten Männer, Guo Guangchang, ist von der Polizei festgenommen worden.

Sein Unternehmen Fosun International bestätigte am Freitag, dass er Behörden bei einer Untersuchung unterstütze.

Zuvor hatte die Investmentgesellschaft Fosun wissen lassen, ihr milliardenschwerer Gründer und Chairman Guo Guangchang sei seit dieser Woche verschwunden. Die Aktien der Beteiligungsunternehmen wurden vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

Im Sommer war der Name des mehrfachen Milliardärs im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen gefallen. Im August wurden Fosun und Guo von einem chinesischen Gericht im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen gegen den früheren Chef der staatlichen Bright Food Group, Wang Zongnan, genannt. Wang wurde seinerzeit zu 18 Jahren Haft verurteilt. Das Privatvermögen des 48-jährigen Guo wird auf gut 5 Milliarden Euro geschätzt. Auf der Liste der reichsten Chinesen steht er auf Platz 17.

Guo Guangchangs Einkaufstour in Europa war spektakulär: Er wollte ein Finanz- und Freizeit-Konglomerat in China und Europa aufbauen und hatte etwa wesentliche Anteile an Club Méditerranée und Cirque du Soleil erworben. In Frankfurt buhlt Fosun zur Zeit gleich um zwei Bankhäuser: die Privatbank Hauck & Aufhäuser und das deutsch-britische Institut BHF Kleinwort Benson. Hier hat allerdings die französische Privatbank Oddo & Cie mit einer höheren Offerte die Nase vorn. Sie bekam inzwischen unter Auflagen grünes Licht der EZB.

Guo, der als Warren Buffett Chinas gilt und Fosun-Vorstandschef Liang Xinjun hatten das Unternehmen 1992 zusammen mit zwei Freunden gegründet, mit denen sie an der renommierten Fudan Universität in Shanghai studierten. Als die Regierung in Peking dann eine Branche nach der anderen liberalisierte, war Fosun immer mit dabei: im Pharmasektor, der Immobilienbranche und der Stahl- und Eisenerzindustrie. Seit Anfang dieses Jahrzehnts setzt die Gruppe verstärkt auf die Finanzbranche und Übernahmen im Ausland.

su mit dpa, Reuters