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24 Verhaftete bei Anti-Uber-Protesten in Paris

Bei Kundgebungen protestierender Taxifahrer gegen die Konkurrenz von Fahrdiensten wie Uber ist es in Frankreich zu Auschreitungen gekommen. Die

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24 Verhaftete bei Anti-Uber-Protesten in Paris

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Bei Kundgebungen protestierender Taxifahrer gegen die Konkurrenz von Fahrdiensten wie Uber ist es in Frankreich zu Auschreitungen gekommen. Die Protestierenden hatten in mehreren Städten wichtige Zufahrt- und Ringstraßen blockiert.

Die Taxigewerkschaften werfen der privaten Konkurrenz vor, lizensierten Fahrern die Existenzgrundlage zu entziehen, ohne sich an den im Taxigewerbe fälligen Kosten zu beteiligen. Auch Taxifahrer aus Spanien, Belgien und anderen Ländern beteiligen sich an den Protesten.

In Paris versuchten die aufgebrachten Protestierende den Verkehrsfluss mit Reifen zu stören. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Nahe der Metrostation Porte Maillot in der Pariser Innenstadt brannten auch am Abend noch Reifen. Die Polizei ging mit Tränengas vor und nahm im Verlauf des Tages 24 Personen fest.

“Wir sind hier ganz legal”, so Ibrahim Sylla, Betreiber eines Internetverzeichnisses für registrierte Taxidienste. “Wir haben die Genehmigung für die Kundgebung bei Porte Maillot und bei den Flughäfen in Roissy und Orly angefragt. Wir haben also das Recht hier zu sein, und deswegen fordere ich alle auf, ruhig zu bleiben.”

Die geschäftsmäßige Vermittlung privater, unlizensierter “Taxi”-Fahrer ist in Frankreich illegal. Dienste wie UberPop aus den USA bieten solche Fahrten trotz der Rechtsstreitigkeiten per Smartphone-App an. Mitte 2015 wurden zwei französische Uber-Manager wegen des Vorwurfs illegaler Beschäftigung polizeilich verhört.

Allerdings werden die Dienste auch von den Kunden rege genutzt. Fans schätzen die günstigeren Preise der Dienste und Möglichkeiten wie die Bewertung von Fahrern. Uber selbst warnte seine Nutzer am Dienstag über die eigene App, es könne aufgrund von Protesten zu Verzögerungen kommen.

Zeitgleich mit den Taxifahrern legten in Frankreich auch Lehrer und Fluglotsen die Arbeit nieder. Viele Unterrichtsstunden und etwa 20 Prozent der Flüge vielen deshalb aus.